Fr, 17. August 2018

Hofmanns Abschied

22.05.2018 06:37

Rapid: „Es war schlimm - aber wunderschön“

Kitschiger als jedes Hollywood-Drehbuch: Steffen Hofmann krönte seine emotionale Abschiedsparty mit dem 4:1-Schlusspunkt in seinem letzten Spiel (im Video) für Rapid. Seine Nummer 11 wird elf Jahre nicht vergeben. 

„Allein was heute passiert ist, wird immer in meinem Herzen sein. Lang lebe Rapid!“ 30 Minuten nach dem 4:1 gegen Altach griff Steffen Hofmann zum Stadionmikro, beendete seine emotionale Party. Da war nicht nur der Block West noch voll, kaum einer verließ das Allianz-Stadion. Durch das fast drei Stunden „Fußball-Gott“-Gesänge hallten, viele Tränen kullerten.

Es war sein letzter Arbeitstag als Spieler. „Die Nacht war kurz, ich war früh im Stadion, dort bin ich ferngesteuert herumgelaufen“, erzählte der 37-Jährige. „Der Tag ist verflogen. Es war schlimm, aber auch wunderschön. Ich habe gar nicht alles wahrnehmen können.“ Die Spalier seiner Mitspieler beim Aufwärmen, die Gesänge, wie die Fans vehement seine Einwechslung forderten. Er kam unter Standing Ovations in Minute 66, bekam sofort die Kapitänsbinde - und vollendete sein Märchen: Mit einem Lupfer über Goalie Lukse zum 4:1.

„Ein Wahnsinnsgefühl, unbeschreiblich, kitschiger kann man ein Drehbuch nicht schreiben“, jubelte Hofmann. „Ich hatte nur Angst, dass der Louis (Anm. Schaub) noch hingeht, den Ball berührt.“ Tat er nicht. Sein 128. Tor für Rapid, in jeder seiner 16 Saisonen getroffen - was für ein Schlusspunkt. Es war sein 540. und letztes Pflichtspiel für Rapid.

Wolfsberg kein Ziel mehr
„In den Bus nach Wolfsberg steige ich nicht mehr“, wird er sich die letzte Runde nicht mehr antun. Schöner kann man nicht aufhören. Zumal auch seine Frau und die drei Kinder bei den Ehrenrunden auf dem Rasen dabei waren. „Es wird dauern, bis ich das verarbeitet habe“, gestand Hofmann. „Aber ich bleibe ja bei Rapid.“ Als Talentemanager. Dessen Nummer 11 jetzt elf Jahre nicht vergeben wird!

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung 

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