Fr, 19. Oktober 2018

Nervenkrieg zu Ende

14.05.2018 22:29

In Kaserne verschanzt: Gewalttäter tot aufgefunden

Es waren beunruhigende Szenen, die sich am Montag im deutschen Sachsen abgespielt hatten: In einem leer stehenden Kasernengebäude in der Königsbrücker Heide hatte sich ein Mann verschanzt. Er soll am Samstag im nahe gelegenen Dresden eine Nachbarin erstochen haben. Scharfschützen rückten auf das ehemalige Garnisonsgebäude vor und kämpften sich Meter für Meter, Stockwerk für Stockwerk zu dem mutmaßlichen Schwerverbrecher vor. Ein Beamter der Spezialeinheit GSG 9 wurde dabei durch einen Schuss in den Arm verletzt. Am späten Abend dann die erlösende Nachricht: Der Mann, ein Ex-Soldat, wurde leblos aufgefunden.

Der Zugriff war längst vorbereitet, die Einheiten warteten jedoch lange auf den richtigen Moment. Der Mordverdächtige Robert K. habe sich im Dachgeschoß verschanzt und schieße um sich, hieß es in mehreren Twitter-Mitteilungen der Polizei. Ein Versuch, den 33-Jährigen unter Einsatz von Blendgranaten festzunehmen, sei fehlgeschlagen, auch zwei Vorstöße der Verhandlungsgruppe, um Kontakt mit dem Verschanzten aufzunehmen, seien ohne Erfolg geblieben.

Erlösung am späten Abend: „Tatverdächtiger leblos aufgefunden“
Rund 200 Spezialkräfte hatten sich an die Fersen des Mordverdächtigen geheftet, der den Einheiten einen stundenlangen Nervenkrieg lieferte. Um 22.09 Uhr dann das große Aufatmen: „Unsere Einsatzkräfte haben einen Raum betreten und den Tatverdächtigen leblos aufgefunden. Wir gehen von Suizid aus“, twitterte die Polizei Sachsen.

Nach Bluttat geflüchtet - und dann die Nerven verloren
Königsbrück ist laut deutschen Medien der Heimatort der Eltern des 33-Jährigen, der in dringendem Verdacht steht, Samstagfrüh in Dresden seine Nachbarin erstochen zu haben. Lärm aus der Wohnung der 75-Jährigen hatte in den Morgenstunden Anrainer aufgeschreckt, die alarmierte Polizei fand schließlich die getötete Seniorin. Von Robert K., der zurückgezogen im Haus der Ermordeten gelebt hatte, fehlte nach der Tat zunächst jede Spur - bis er Montagmittag in einem Waldgebiet bei Königsbrück mehrfach auf Einsatzfahrzeuge schoss.

 krone.at
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