Fr, 17. August 2018

„Möchte in Blut baden“

12.05.2018 11:23

65.000 (!) SMS nach erstem Date mit Nazi-Stalkerin

Dieser Mann dürfte sich künftig zweimal überlegen, ob er sich mit einer Online-Bekanntschaft einlässt: Ein US-Amerikaner hat nach der ersten Verabredung mit einer 31-jährigen Frau aus Phoenix feststellen müssen, dass er sich eine Stalkerin geangelt hatte. Nach dem ersten Date schickte sie ihm ganze 65.000 SMS. Der Inhalt: Sätze wie „Ich möchte in deinem Blut baden!“ und Nazi-Parolen.

Wie die Polizei in Paradise Valley im US-Bundesstaat Arizona berichtet, hatte der Mann die 31-jährige Claire Adres aus Phoenix im Internet kennengelernt.

Die beiden verabredeten sich zu einem Date - mit schlimmen Folgen für den Mann. Seine Bekanntschaft entpuppte sich nicht nur als Stalkerin, sondern auch noch als nationalsozialistische Gewaltfetischistin.

Stalkerin schickte bis zu 500 SMS pro Tag
Nach ihrem ersten Treffen vor rund einem Jahr schickte Adres dem Mann ununterbrochen SMS - bis zu 500 Stück an einem einzigen Tag. Im Laufe der Monate kamen so 65.000 SMS zusammen. Der Inhalt der Nachrichten liest sich schauderlich, hier ein kleiner Auszug der Drohungen:

  • „Versuch nicht, mich zu verlassen. Ich würde dich töten, aber ich will keine Mörderin sein!“
  • „Ich hoffe, du stirbst, du dreckiger verrottender Jude!“
  • „Ich bin wie der neue Hitler. Der Mann war ein Genie!“
  • „Oh, was würde ich bloß mit deinem Blut machen … Ich würde darin baden!“

Adres tauchte mit Fleischermesser auf
Die Überwachungskamera im Haus des Mannes zeigte: Als wären die Drohungen nicht beängstigend genug, stattete die Stalkerin ihrem Angebeteten auch Besuche zu Hause ab. Sie fuhr - mit einem Fleischermesser unter dem Beifahrersitz - zu seinem Haus und sah sich darin um, als er nicht daheim war. Einmal tauchte sie auch am Arbeitsplatz ihres Angebeteten auf, gab sich dort als seine Ehefrau aus. Nach monatelangem Martyrium wurde es dem Mann zu viel, er alarmierte die Polizei.

Sie wollte nicht, dass er sie verlässt
Vor wenigen Tagen kam es dann zum Zugriff. Adres wurde inhaftiert und wird sich Anfang nächster Woche vor einem Gericht verantworten müssen. Ihr werden schwere Drohung, Stalking, Belästigung und andere Vergehen vorgeworfen. Die Stalkerin versteht den ganzen Wirbel indes nicht, gab gegenüber der Polizei an, sie wollte ihren Angebeteten nie verletzen. Sie habe ihn bloß bedroht, damit er sie nicht verlässt.

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