Mi, 19. Dezember 2018

Einfach „entsorgt“?

27.04.2018 05:26

Hahn in Oberösterreich nachts über Zaun geworfen

„Pfotenhilfe“-Geschäftsführerin Johanna Stadler traute am Donnerstag ihren Augen und Ohren nicht: das was da verwirrt vor Ihrem Fenster herumlief und unaufhörlich krähte, war eindeutig ein Hahn, den wohl jemand in der Nacht über ihren Gartenzaun in St. Johann am Walde in Oberösterreich geworfen hatte. Das ist seit Ostern bereits der zweite ausgesetzte Hahn im Gemeindegebiet.

Die „Pfotenhilfe“ ist nun mittels Foto auf der Suche nach dem Halter. Der Hahn könnte schließlich auch von entnervten Nachbarn des Halters gestohlen und so „entsorgt“ worden sein. „Wir erleben sehr oft, dass Hähne wegen ihrer Lautstärke unerwünscht sind und auf unserem Tierschutzhof in Lochen abgegeben werden, aber so eine nächtliche Aktion habe ich noch nicht erlebt“, so Stadler erstaunt.

„Bitte Tiere nicht einfach ‘entsorgen‘!“
„Durch das neue Tierschutzgesetz trauen sich die Leute oft nicht mehr ihre Tiere privat weiterzuvermitteln. Wir sind jederzeit bereit Hähne offiziell zu übernehmen und appellieren daher an Tierhalter, von solch unwürdigen Entsorgungsaktionen oder gar einer Tötung Abstand zu nehmen.“

Hähne nicht unüberlegt aufnehmen
Der Verein warnt zudem davor, sich eine Hühnerschar zuzulegen, ohne sich vorher bei der Gemeinde zu erkundigen, ob dies am geplanten Standort erlaubt ist. Und auch mit den Nachbarn sollte man im Vorfeld das Gespräch suchen. In Wohngebieten kann dies nämlich rasch zu unangenehmen Situationen führen, bis hin zu Gerichtsurteilen, wonach der Hahn weggeben werden muss.

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