Vor EL-Halbfinale

Salzburg: „Maschine“ Ulmer ist unverzichtbar

Fußball International
25.04.2018 07:53
Porträt von krone.at
Von krone.at

Salzburg-Trainer Marco Rose wirft aufgrund zahlreicher englischer Wochen permanent die Rotationsmaschine an. Die einzige Ausnahme des 41-Jährigen bildet der Verteidiger, der den „dritten Frühling“ erlebt: Andreas Ulmer.

Die Belastung für die Bullen ist in dieser Saison extrem. Das Halbfinal-Hinspiel der Europa League bei Olympique Marseille bedeutet für die Mannen von Trainer Marco Rose bereits den 55. (!) Pflichtspieleinsatz. Kein Wunder, dass der Deutsche permanent die Rotationsmaschine anwirft, um seine Jungs bestmöglich zu schonen. Die einzige Ausnahme bildet Linksverteidiger Andreas Ulmer.

„Er will keine Pause“
Der hat nicht nur die meisten Einsatzminuten aller Salzburger in dieser Saison gesammelt, sondern ist - neben Rechtsverteidiger Stefan Lainer - auch der Einzige, der in allen Europa-League-Spielen über die volle Distanz auf dem Platz stand. „Andi erlebt gerade seinen dritten Frühling“, schwärmt Rose über den Nationalspieler. „Er will auch keine Pause, ist ein erfahrener Spieler.“

Die beiden sind in ständigem Austausch, vom 32-Jährigen gibt es aber keine Signale, auch mal durchatmen zu wollen. „Warum sollte ich dann einen Spieler, der so marschiert und funktioniert, rausnehmen“, fragt Rose daher zurecht.

Ulmer selbst sieht das Thema ganz entspannt, genießt das Vertrauen seines Trainers und dass er so oft sein Können zeigen darf. „Ich fühle mich derzeit unglaublich wohl. Es macht ja auch riesig Spaß“, freut sich der Routinier. Körperlich befindet sich Salzburgs „Maschine“ in einem Topzustand, wie auch Athletiktrainer Patrick Eibenberger bestätigt. „Andi ist ein Vollprofi. Er arbeitet konstant an sich, will sich immer verbessern.“

Keine Alternative
Neben seiner Zuverlässigkeit gibt es bei den Bullen allerdings auch keine adäquate Alternative für Ulmer. Sollte er ausfallen, würde die Qualität leiden - Stefan Stangl wurde an die Austria verliehen, Patrick Farkas ist auf rechts deutlich stärker. „Wir sind immer aufmerksam für neue Außenverteidiger“, meint Rose daher. Solange sein Dauerläufer aber derart tolle Leistungen am Fließband abrufen kann, besteht kein Grund zur Sorge.

Christoph Nister, Kronen Zeitung

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