Auf Äußeres reduziert

Surferin Thyssen: „Wir sind keine Modeobjekte“

Sport-Mix
21.04.2018 10:31
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Sie zieren Magazincover und werden in den sozialen Netzwerken haufenweise geklickt: Heiße Bikinifotos am Strand oder im Wasser gehören für Surferinnen zum Marketing. Doch Tessa Thyssen möchte mit diesem Klischee jetzt aufräumen und nicht länger auf ihr Aussehen reduziert werden. Die 21-jährige Surferin will sportlich überzeugen und verliert damit Sponsorengelder.

2015 wurde sie Junioren-Weltmeisterin im Surfen. Tessa Thyssen gehört zu den größten Talenten der Surf-Szene. Dennoch hat die Französin ein großes Problem: Dass die weiblichen Athletinnen immer wieder auf ihr Äußeres reduziert werden, ärgert sie. Sie möchte sich nicht im Bikini am Strand räkeln, auch wenn sie dadurch mehr Follower und Likes generieren könnte. Deshalb laufen ihr auch die Sponsoren davon.

Der Körper steht bei Surferinnen immer im Mittelpunkt. Thyssen möchte sich dem nicht beugen und fordert, dass Sponsoren die Athleten aufgrund der sportlichen Erfolge und nicht wegen der Anzahl an Followern unterstützen. 

„Wir sind professionelle Surf-Athletinnen, keine Modeobjekte“, erklärt Thyssen und erzählt am Rande der Martinique Surf Pro, dass ihr Sponsoren abgesprungen sind: „Wir hatten Unstimmigkeiten, weil ich die sozialen Medien nicht dazu verwendet habe, wie sie sich das vorstellten.“

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