"In der Defensive haben wir wie der Gegner sehr gut organisiert gespielt, aber leider haben uns im Spiel nach vorne die Kreativität und die Dynamik gefehlt, die wir zuletzt in den Meisterschaftsspielen hatten", lautete der treffende Kommentar des Deutschen nach der Gruppe-F-Partie, die Ex-Europameister Kostas Katsouranis mit seinem Treffer in Minute 70 vor 15.322 Zuschauern in der ausverkauften UPC-Arena gegen im Angriff extrem harmlose Gastgeber entschieden hatte.
Sturm-Offensive als Schwachpunkt
ÖFB-Teamspieler Andreas Hölzl fand noch deutlichere Worte: "In der Offensive haben wir uns nichts getraut, dies war der Knackpunkt." Sturm-Innenverteidiger Mario Sonnleitner sah ebenfalls die fehlenden zwingenden Chancen als Ursache für die Niederlage und merkte gleichzeitig an: "Man hat gesehen, dass Panathinaikos eine Klasse stärker war als wir."
Martin Ehrenreich bemängelte wiederum "leichtsinnige Fehler im Spielaufbau. Wir standen hinten nicht schlecht, nach vorne haben wir uns aber zu wenig getraut. Im Mittelfeld sind zu viele Ballverluste gewesen, das war entscheidend. Panathinaikos hat uns das Leben aber auch sehr schwer gemacht. Mit ihren zwei Sechsern ist es ihnen gelungen, unser Kurzpassspiel in der Mitte zu unterbinden", erläuterte der Außenverteidiger.
Foda keineswegs enttäuscht
Trotz des verpassten Aufstiegs fiel das vorläufige internationale Zwischenresümee von Trainer Foda positiv aus. "Ich bin jetzt nicht enttäuscht. Man muss insgesamt mit den Spielen zufrieden sein. Man darf nicht außer Acht lassen, dass wir ein ganz junges Mittelfeld hatten. Die jungen Spieler brauchen noch Zeit", betonte der 43-jährige Trainer.
In den beiden noch ausstehenden Matches auswärts am 3. Dezember in Bukarest gegen Dinamo und am 16. Dezember zu Hause gegen Fixaufsteiger Galatasaray Istanbul können die Sturm-Youngsters weitere wertvolle Erfahrung auf internationaler Ebene sammeln. "Wir lernen mit jedem internationalen Spiel dazu, und vielleicht klappt es in den nächsten Spielen", hoffte Hölzl auf einen versöhnlichen Anschluss. "Denn auch wenn es für uns für Platz zwei nicht mehr reicht, wollen wir diese beiden Spiele unbedingt gewinnen. Das sind wir dem Verein und den Fans schuldig."
Meinungen zum Spiel
Daniel Beichler (Sturm-Graz-Stürmer):
"Wir haben absolut verdient verloren, wir haben quasi keine Torchance vorgefunden. Wir hatten uns vorgenommen, offensiver zu agieren, das ist uns aber in keiner Weise gelungen. Wenn ich gut spiele, bin ich auch von meinen Mitspielern abhängig, wir haben heute alle nicht geleistet, wozu wir imstande sind. Das Ausscheiden ist bitter und traurig, aber wir müssen der Realität ins Auge sehen. Das Vertrauen in die eigene Stärke hat gefehlt."
Oliver Kreuzer (Sturm-Graz-Sportdirektor):
"Natürlich bin ich enttäuscht, man rechnet sich immer etwas aus - auch gegen solche Gegner. Man sieht, dass man unterm Strich gegen solche Mannschaften mithalten kann, aber im Endeffekt darf man sich hinten keine Fehler erlauben und muss vorne effektiver spielen."
Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer):
"Wir haben aus zwei Gründen 0:1 verloren. Erstens hat uns nach vorne die Kreativität und Effizienz gefehlt, die wir ansonst bei den Meisterschaftsspielen immer haben. Zum anderen war der Unterschied zwischen dem Torschützen der Griechen und unserer vergebenen Chance, die Lavric vorgefunden hat. So eine Topmannschaft verwertet solche Möglichkeiten, wir nicht. Ich bin aber nicht enttäuscht, sondern zufrieden. Man darf nicht außer Acht lassen, dass wir ein ganz junges Mittelfeld hatten. Die jungen Spieler brauchen noch Zeit."
Henk ten Cate (Panathinaikos-Athen-Trainer):
"Es war schwierig für uns, gegen Sturm zu spielen. Es war ein großer Sieg, aber der große Durchbruch kommt noch in den nächsten Spielen. Heute heißt es, diesen Sieg zu feiern, morgen an das nächste Meisterschaftsspiel zu denken und dann werden wir weiterschauen."








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