Maximale Ausbeute

Bullen marschieren weiter mit Vollgas Richtung K.o.-Phase

Fußball
06.11.2009 12:19
Vier Spiele, vier Siege! Diese Bilanz weisen von den 48 EL-Teams nur Schachtjor Donezk und Red Bull Salzburg auf. Aber während der ukrainische Titelverteidiger dank dieser Maximalausbeute bereits fix im Sechzehntelfinale steht, besteht für die Salzburger trotz des 1:0 am Donnerstag in Sofia gegen Lewski in Gruppe G noch die theoretische Gefahr des Scheiterns. Diese will man nun in vier Wochen im Schlager gegen Lazio endgültig bannen, gegen die Italiener reicht dazu bereits ein Remis.

Der goldene Treffer durch Franz Schiemer in der 93. Minute nach weitem Einwurf von Christian Schwegler war nicht der erste späte Entscheidungstreffer des ÖFB-Meisters in dieser Saison. Für Trainer Huub Stevens ist das kein Zufall. "Glück kann man sich erkämpfen. Und das haben wir auch gegen Lewski gemacht", bilanzierte Stevens, dessen Team in der Anfangsphase zahlreiche Großchancen und damit eine frühe Vorentscheidung vergeben hatte.

Ausscheiden theoretisch noch möglich
Die Maximalausbeute von zwölf Punkten bezeichnete Stevens als unglaublich. Nun will man gegen Lazio zumindest den nötigen Punkt erobern. "So einfach ist das. Aber wir sind noch nicht weiter, die Möglichkeit des Ausscheidens ist theoretisch noch da", so Stevens. Salzburgs Aufstieg käme aber nur in Gefahr, wenn Salzburg und Lewski beide ausstehenden Partien (jeweils gegen Lazio und Villarreal) verlieren würden.

Dann hätten Salzburg, Lazio und Villarreal jeweils zwölf Punkte, und dann würde eine Dreier-Tabelle aus den direkten Duellen des Trios erstellt werden. In diesem Fall hätten alle drei Teams in dieser Tabelle sechs Punkte und damit würde das Torverhältnis aus diesen Spielen entscheiden.

Der Champions-League-erfahrene Ex-Bayern-München-Stürmer Alexander Zickler kann sich an ein ähnliches Szenario nicht erinnern. "Mit zwölf Punkten ist man normalerweise durch. Es wäre sehr, sehr bitter, wenn wir noch ausscheiden würden. Aber es liegt in unseren Händen, wir können es aus eigener Kraft schaffen. Am liebsten natürlich gegen Lazio vor eigenem Publikum", hofft Zickler.

Dopingprobe wird zur Geduldprobe
Auf eine harte Geduld- bzw. Dopingprobe wurden nach Schlusspfiff Schiemer und Marc Janko gestellt. Das Duo saß bis 1.45 Uhr im Stadion und trank pro Mann rund fünf bis sechs Liter Wasser, alkoholfreies Bier und Limonade. "Ein großartiger Moment. Aber harte Arbeit für 70 Milliliter", erklärte Schiemer nach der Erleichterung. Zu seinem Goldtor per Kopf meinte der Oberösterreicher: "Ich habe gewusst, dass Schwegler weit über die erste Stange hinaus einwerfen kann. Darauf habe ich spekuliert und den Ball nur noch reingedrückt." Schiemer ist sich sicher, "wir werden zu Hause gegen Lazio den entscheidenden Punkt einfahren".

Noch ein paar Minuten länger bei der Dopingprobe gebraucht hat Janko. Zuvor hatte der ÖFB-Teamstürmer in der Partie einige Topchancen vergeben. "Das hat mich gewurmt. Aber zum Glück ist der Fränky immer zur Stelle, wenn man ihn braucht." Janko betrachtet das 1:0 in Sofia als "Riesenschritt, wir sind alle happy". Ein Zittern gibt es nicht. "Wir gehen davon aus, dass wir auch das nächste Heimspiel gegen Lazio erfolgreich gestalten werden."

Meinungen zum Spiel
Huub Stevens (Salzburg-Trainer):
"Der Glaube an den Sieg war ausschlaggebend. Wir haben uns das Quäntchen Glück erkämpft. Wir hatten schon in den ersten zehn Minuten vier, fünf Chancen, da hätten wir eine oder zwei reinhauen müssen. Dann hätten wir ruhiger spielen können. Aber es ist mir lieber ein Tor in der letzten Minute zu erzielen, als in der ersten Minute, denn dann kann der Gegner nicht mehr zurückkommen. Wir haben aber zu früh mit langen Bällen begonnen und hätten mehr über die Seiten spielen müssen."

Dietmar Beiersdorfer (Red Bull Salzburg):
"Die Mannschaft hat sehr konzentriert angefangen, die ersten zehn, 15 Minuten waren sehr gut. Leider ist uns kein Tor gelungen. In der Folge haben wir das Spiel etwas aus der Hand gegeben. In einigen Phasen hatten wir das nötige Glück, aber es spricht für die Mannschaft, wenn man bis zum Schluss kämpft und daran glaubt, dass man noch ein Tor schießen kann."

Antoni Zdrawkow (Lewski-Trainer):
"Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert und hatten den Willen zu siegen. Nach den Problemen der Anfangsphase haben wir das Spiel kontrolliert. Der Knackpunkt war die Rote Karte."

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(Bild: KMM)



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