Di, 11. Dezember 2018

Heimvorteil

10.04.2018 11:17

ÖTV-Team im Davis-Cup-Play-off gegen Australien

Österreichs Tennis-Team der Herren spielt vom 14. bis 16. September mit Heimvorteil gegen Australien um den Einzug in die Weltgruppe. Das ergab die am Dienstag in London vorgenommene Play-off-Auslosung. Im Head-to-Head mit den Australiern steht es 1:2, zuletzt setzte es 2005 in Sydney ein 0:5. Den einzigen ÖTV-Sieg gab es 1989 ebenfalls in der ersten Weltgruppen-Runde.

Das Traditionsteam Australiens ist die letzte Hürde für Österreichs Tennis-Team auf dem Weg zurück in die Davis-Cup-Weltgruppe. Das ergab die am Dienstag in London vorgenommene Play-off-Auslosung. Die Österreicher haben für das Duell vom 14. bis 16. September Heimrecht, Sand ist der wohl wahrscheinlichste Belag. Der Sieger steht 2019 in der Weltgruppe, in der Österreich zuletzt 2013 gespielt hat.

„Harter Gegner, aber machbar“
Österreichs Kapitän Stefan Koubek freute sich vor allem über das Heim-Los. „Das ist super, das ist positiv“, sagte der von den Feierlichkeiten nach dem 3:1-Sieg gegen Russland noch heisere Kärntner. „Es ist ein harter Gegner, aber definitiv machbar.“ Trotz allem spielt aber der Weltranglisten-8. gegen den -22. „Leicht wird‘s nicht, es ist ein Super-Team. Mal sehen, wer kommt.“ Koubek tendiere zu Sand als Belag, der Entscheidung wollte er aber nicht vorgreifen.

Die Chance, nach sechsjähriger Pause im nächsten Jahr wieder der 16 Teams umfassenden Elite-Gruppe anzugehören, ist für Österreich jedenfalls durchaus da - vor allem aufgrund des Heimrechts. Die beiden jüngsten Vergleiche mit den Australien endeten jeweils mit 5:0-Heimerfolgen. 1989 im Wiener Ferry-Dusika-Stadion siegten Horst Skoff, Thomas Muster und Alexander Antonitsch souverän, 2005 in Sydney erlitten Alexander Peya, Jürgen Melzer, Julian Knowle und Marco Mirnegg ein Debakel.

Dass die Australier im Head-to-Head 2:1 voran sind, liegt am bereits 1905 in London ausgetragenen Duell, als es ebenfalls ein 5:0 gab. Mit 28 Titelgewinnen sind die Australier im ewigen Ranking die Nummer zwei hinter den USA (32). Österreichs größte Helden-Tat nimmt sich dagegen mit dem Halbfinal-Einzug 1990 hingegen bescheiden aus. Allerdings ist liegt der bisher letzte australische Coup bereits 15 Jahre zurück, als es 2003 in Melbourne ein 3:1 gegen Spanien gegeben hat.

Danach schaffte es die stolze Tennis-Nation nicht wieder in ein Endspiel. Von 2008 bis 2013 spielten die Australier in der ersten Kontinentalzone, ehe der Aufstieg gelang. Seit 2014 sind die Australier durchgehend Weltgruppen-Nation, wobei 2015 gegen Großbritannien und 2017 gegen Belgien jeweils erst im Halbfinale mit 2:3 Endstation war. Heuer kam bereits in der ersten Runde mit einem 1:3 in Brisbane gegen Deutschland das Out. Nun geht es gegen Österreich um den Klassenerhalt.

Hewitt als  Australiens Davis-Cup-Rekordler
Mit Lleyton Hewitt verfügen die Australier über einen klingenden Namen auf dem Kapitänsposten. Der ehemalige Weltranglisten-Erste setzte gegen die Deutschen mit Nick Kyrgios den aktuell klar besten Einzelspieler in der Weltrangliste ein (24.) und vertraute zudem auf den damals noch 18-jährigen Alex de Minaur (114). Mit Matthew Ebden (77.) und John Millman (89.) waren zwei weitere Top-100-Spieler nominiert. Klar bester Doppelspieler ist John Peers, der Weltranglisten-Fünfte spielte mit Ebden.

Hewitt ist in mehrerer Hinsicht Australiens Davis-Cup-Rekordler. Er brachte es als Spieler auf 42 Länderkämpfe, 58 Siege und davon 42 im Einzel. Alles national unerreicht, ebenso wie die 18 Jahre, in denen der heute 37-Jährige zum Einsatz gekommen ist. Zuletzt war der Rechtshänder 2016 bei seinem Debüt als Kapitän im (Doppel-)Einsatz, als er sich selbst nachnominierte. Hewitts Jahrgangskollege Jürgen Melzer spielte beim 3:1-Sieg in Russland in seinem schon 20. Davis-Cup-Jahr.

Die Australier verfügen mit dem 23-jährigen Jordan Thompson (99.) und dem 21-jährigen Thanasi Kokkinakis (148.) über weitere Spieler mit Einsatz-Potenzial. Sie haben mit aktuell sechs Leuten in den Top 150 in diesem Bereich auf jeden Fall eine größere Leistungsdichte als die Österreicher. Dass das nicht ausschlaggebend sein muss, hat die ÖTV-Equipe in Russland bewiesen. Dennoch würde eine Teilnahme von Dominic Thiem (7.) die ÖTV-Aufstiegschancen kräftige noch oben schrauben.

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