Mo, 18. Juni 2018

Teams aus ganz Europa

05.04.2018 16:20

Riesenübung am Erzberg rückt näher

Vom 24. bis 27. Mai werden Eisenerz und der Erzberg Schauplatz der größten Erdbeben- und Höhlenrettungsübung Europas sein: Die Vorbereitungsarbeiten für die „ModEX“ laufen bereits seit mehreren Monaten. Jetzt fand an den Übungsschauplätzen die zentrale Vorbesprechung für die Großübung statt: Vertreter aus zehn Staaten machten sich ein Bild vom gerade im Entstehen begriffenen Trainingsgelände des Steirischen Roten Kreuzes am Erzberg, zudem wurde auch eine Feinabstimmung für die Übung im Mai vorgenommen.

Hauptverantwortlich für die Organisation der Übung, bei der allein rund 150 Personen von internationalen Rettungsteams teilnehmen werden, ist Helmut Kreuzwirth, Leiter des Referats Katastrophenschutz beim Land Steiermark. „Zu den internationalen Gästen kommen natürlich alle örtlichen Verantwortlichen und Mitwirkenden, von den Opferdarstellern bis zu den Versorgungstrupps. Neben dem Land Steiermark als Veranstalter werden von österreichischer Seite die Polizei, das Bundesheer, das Rote Kreuz, mehrere Freiwillige Feuerwehren sowie die Berg- und Höhlenrettung an der Übung beteiligt sein“, sagt Kreuzwirth.

Die Übungsannahme: Nach einer Serie von Erdbeben mit einer großen Anzahl an Verschütteten sind die lokalen Behörden überfordert und wenden sich mit der Bitte um Unterstützung an die EU, die daraufhin die Kräfte aus den verschiedenen Ländern anfordert und koordiniert. „Am und rund um den Erzberg wird es mehrere Übungsszenarien geben: Es gilt, verschüttete Personen aus Häusern, Trümmerfeldern, aus einem Tunnel sowie aus einer Höhle zu bergen“, erklärt Kreuzwirth.

Der Erzberg eignet sich durch stillgelegte Stollen oder vorhandene Industrieruinen, die derzeit für die Übung adaptiert oder umgebaut werden, besonders gut als Austragungsort dieser europäischen Großübung. Die gestellten Aufgaben sollen im Rahmen der Übung durch zwei Such- und Rettungsteams im städtischen Gebiet (aus Griechenland und Litauen), ein Höhlenrettungsteam aus Slowenien, Drohnenteams aus Frankreich und Dänemark, sowie ein technisches Unterstützungsteam aus Deutschland und verschiedene Zivilschutzexpertinnen und -experten bewältigt werden. Aufgabe der Teams wird es sein, binnen 48 Stunden im Dauereinsatz alle verschütteten Personen unter Einsatz von Suchhunden, Horchgeräten, Kameras und dem mitgebrachten Spezialgerät schnellstmöglich aus der jeweiligen Situation zu bergen.

 krone.at
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