Fr, 22. März 2019
28.10.2009 12:57

Neue Grippe

Osttiroler Schule geschlossen - keine neuen Infektionen

Keine weiteren Fälle von Neue-Grippe-Erkrankungen sind vorerst aus dem Umfeld der Landwirtschaftlichen Lehranstalt in Lienz gemeldet worden. Die Schließung der Osttiroler Schule gegen 8 Uhr verlief "ruhig, schnell und geordnet", hieß es seitens des Landes Tirol am Mittwoch. Nachdem mehrere Schüler erkrankt waren, wurde am Dienstag die Einstellung des Lehrbetriebs bis inklusive 3. November beschlossen. Betroffen sind insgesamt 26 Schüler sowie ein Erwachsener.

An alle 240 anwesenden Schüler wurden Informationsblätter zu Krankheitsverlauf und Schutzmaßnahmen verteilt. Zudem wurde erneut empfohlen, dass sich neben den Schülern auch das Schulpersonal und pflegende Angehörige impfen lassen. Bis jetzt hätte es kaum Anrufe und Anfragen besorgter Eltern gegeben.

Drei Personen sicher erkrankt
Die Erkrankung zeigte zunächst bei allen Betroffenen einen "milden Verlauf". Bei den drei bestätigten Fällen handele es sich um zwei Schüler sowie einen Angestellten des Küchenpersonals.

Die Schließung sei auch deswegen beschlossen worden, da eine Verbreitung der Infektion aufgrund der Erkrankung des Küchenbediensteten nicht auf einzelne Klassen eingeschränkt werden könne. Der Angestellte habe das Virus theoretisch an der ganzen Schule verbreiten können. An dem angeschlossenen Internat hätten außerdem Schüler unterschiedlicher Altersgruppen ständigen Kontakt.Wie es in Lienz hieß, sei keine Desinfektion der Schule notwendig.

Elfjährige in Innsbruck "nicht über Berg"
Die Schülerin aus Bozen, die seit Freitag an der Innsbrucker Uniklinik wegen der Neuen Grippe mit dem Tod ringt, bleibt wegen des Lungenversagens bis auf weiteres an die Herz-Lungen-Maschine (ECMO) angeschlossen. Ihr Zustand könne dadurch stabilisiert werden, sei aber laut Medizinern "äußerst ernst". Sie werde mit Antibiotika behandelt, es handle sich um eine "langwierige Sache".

Seit Dienstag wird spekuliert, das Kind könnte an einer bakteriellen "Superinfektion" leiden, so der Wiener Infektiologe Christoph Wenisch. In Innsbruck wollten die behandelnden Ärzte dies aber nicht kommentieren.

An der Uniklinik kümmern sich Mediziner aus verschiedenen Fachbereichen rund um die Uhr um die Elfjährige. Die Spezialisten hoffen, das Leben des Mädchens noch retten zu können: In den vergangenen Tagen sei es lediglich gelungen, "in vielen kleinen Schritten" Kreislauf- und Leber-Funktionen zu stabilisieren.

Superinfektion kann für jeden tödlich sein
"Eine 'Superinfektion' ist das, was wirklich gefürchtet ist", betonte der Wenisch im Hinblick auf die derzeit in Österreich unauffällige neue A(H1N1)-Influenza. "Die Grippe an sich bringt ja niemanden um. Man sagt salopp: Wenn einen die Grippe erwischt, bringt einen die bakterielle 'Superinfektion' um."

Dementsprechend seien bei jungen Schweinegrippe-Patienten Begleiterscheinungen im Sinne von Bakterien-Infektionen die Haupt-Todesursache. Ältere Personen und chronisch Kranke mit schwachem Herz-Kreislaufsystem würden auch an anderen Ursachen sterben.

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