Mi, 12. Dezember 2018

Schulden begleichen

28.03.2018 06:00

Inder verzockte Ehefrau und seine zwei Kinder

Schockierender Fall in Indien: Ein Mann hat seine Ehefrau und seine zwei Kinder beim Zocken als Wetteinsatz verwendet - und verloren! Als der Gewinner Frau und Kinder mitnehmen wollte, protestierte die Frau lautstark. Schließlich entschied der örtliche Dorfrat, dass zur Begleichung der Schulden „nur“ ein Kind an den Gewinner abgetreten werden müsse. Der Fall ist umso schockierender, da sich die Polizei lange weigerte, gegen den Spielsüchtigen zu ermitteln. 

Wie die „Times of India“ am Dienstag berichtete, hatte sich der Fall bereits 2015 ereignet, er kam aber erst diese Woche ans Tageslicht, nachdem die Polizei angeblich nun doch zugestimmt hatte, in der Causa nachzuforschen.

Laut dem Medienbericht habe der Spielsüchtige aus der 65 Kilometer südöstlich von Neu-Delhi gelegenen Stadt Bulandshahr gegen einen anderen Mann gezockt und verloren. Um welches Spiel es sich genau handelte, ging aus dem Bericht nicht hervor. Der Gewinner habe seinen „Gewinn“ sofort abholen und mitnehmen wollen. Die Frau protestierte dagegen und so wurde der Dorfrat dazu aufgerufen, über den Fall zu entscheiden. Der Rat entschied, dass die Frau und ein Kind zurückbleiben durften, während das andere Kind abgegeben werden musste, um die Schulden zu begleichen. 

Die Frau wollte auch eine rechtliche Beschwerde einreichen, wurde aber zwei Jahre lang zwischen den Polizeibehörden hin- und hergeschoben, da diese sich weigerten, den Fall zu verfolgen. Die Frau ließ sich aber nicht entmutigen und reichte schließlich eine Petition bei einem Bezirksgericht ein. Laut der „Times of India“ ordnete ein Richter am Montag an, dass sich die Beamten mit der Sache befassen müssen. Ermittler haben nun einen Fall eröffnet und suchen nach dem Angeklagten, der inzwischen seinen ursprünglichen Wohnort verlassen hat. Auch die Frau hat mittlerweile wieder geheiratet und ist in eine andere Stadt gezogen.

Franz Hollauf
Franz Hollauf

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