"Die Gäste buchen immer kurzfristiger, Wetterberichte werden mit hoher Aufmerksamkeit verfolgt", so Margreiter. Neben der Wetterschiene setzt die Tirol Werbung auf so genannte Werbe-Spots bei Sportübertragungen. "Bei allen Weltcup-Events, die in Tirol stattfinden und im TV übertragen werden sind wir dabei. Den Anfang machen wir mit Sölden."
Kritischer Ausblick von einem Drittel der Betriebe
Trotz allem sei bei rund 31 Prozent der Tiroler Unterkunftsbetriebe die bisherige Buchungslage schlechter als im Vorjahr, was Margreiter auf die kurzfristigeren Buchungen zurückführte. 60 Prozent würden einen ähnlichen Buchungsstand verzeichnen. Allgemein schätzten ein Drittel der Betriebe die Entwicklungen im Tourismusbereich weiterhin negativ ein. Im Juni seien es noch 66 Prozent gewesen. Dies ergab eine im Oktober durchgeführte Umfrage des Marktforschungsinstituts "Spectra".
Großbritannien sei das "Sorgenkind" sowohl bei den Beherbergungsbetrieben als auch bei den Reiseveranstaltern. Mit Buchungsrückgängen sei aufgrund der Pfundschwäche zu rechnen, die Briten würden fünf Prozent der Wintergäste ausmachen. Bereits in der vergangenen Sommersaison sei am Britischen Markt ein Rückgang von 18,1 Prozent verzeichnet worden, 17,6 Prozent weniger Gäste kamen aus den USA. Bei den Schweden seien es 52 Prozent und aus Spanien 21,5 Prozent weniger Gäste gewesen. Dies führte Margreiter auf die Europameisterschaft 2008 und die dadurch "gefüllten Stadien" zurück.
Werbeleistungen hochfahren
700 Millionen Euro macht das Gesamtinvestitionsvolumen der Touristiker für die kommende Saison aus. "7,5 Millionen Euro investieren das Land und die Tirol Werbung in die Winter-Werbung, 1,5 Millionen fließen an Sondermitteln in Fernseh-Werbung", schilderte Margreiter. Bis 2013 wird das Land zusätzlich acht Millionen Euro bereitstellen, weil "gerade in schwierigen Zeiten die Werbeleistungen hochgefahren werden müssten", erkannte Tirols Landeshauptmann Günther Platter.
Kritik an "Schleuderpreisaktionen"
Mehr Online-Präsenz sowie der Bereich von Kulinarik, Wellness und Entspannung müsse weiterhin verstärkt forciert werden, meint der Tirol-Werbung-Chef. Zudem müssten die Beherbergungsbetriebe mehr Flexibilität besonders auch bei den Anreisetagen zeigen. Auch eine Preisstabilität müsse gegeben sein. Kritisch wandte sich Margreiter an die Top-Hotellerie, die in der vergangenen Saison "Schleuderpreisaktionen" angeboten hätten. Anstatt dessen müsse mehr professionelles Marketing betrieben werden.









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