Fr, 20. Juli 2018

Statistik liegt vor

24.03.2018 05:00

Zahl der Einbrüche in Tirol weiterhin im Sinkflug

41.611: So viele Straftaten wurden, wie berichtet, im Vorjahr in Tirol angezeigt. Am Freitag präsentierte die Polizeiführung die Details zur Kriminalstatistik 2017. Bei den Gewaltdelikten etwa gab es ein leichtes Plus, bei den Wohnraumeinbrüchen dafür ein umso deutlicheres Minus. Immer mehr Straftäter sind Ausländer.

Blickt man in der druckfrischen Tiroler Kriminalstatistik auf die absoluten Zahlen, so kann sich diese durchaus sehen lassen: Minus 4,5 Prozent bei den angezeigten Straftaten, Rekordhoch bei der Aufklärung (55,6 %). Vor allem der letzte Wert (Tirol liegt hinsichtlich der Aufklärungsquote hinter Vorarlberg und Oberösterreich auf Platz 3) hat es dem Landespolizeichef Helmut Tomac angetan. „Das ist sehr, sehr erfreulich und wirklich eine beachtliche Steigerung wenn man bedenkt, dass wir bereits 2016 ein historisches Hoch erreicht hatten.“ Bei aller Euphorie gilt es aber auch die Herausforderungen und die durchaus noch vorhandenen Schattenseiten nicht zu vergessen – die es im einen oder anderen Bereich zweifellos noch gibt. Hier die wichtigsten Details zur Kriminalstatistik:

3624 Gewalttaten im Vorjahr
Gewaltkriminalität: Alles in allem wurden im Vorjahr in Tirol 3624 Gewalttaten angezeigt (+1,6%). 87,6 Prozent der Fälle konnten geklärt werden. Neben Tötungsdelikten und Körperverletzungen zählen hier auch ausgewählte Sex-Straftaten (243 Anzeigen) dazu. Rechnet man die sexuellen Belästigungen mit ein, sind es sogar 420 Coups. Die schwerwiegendste Sextat ist die Vergewaltigung, hier gab es 2017 insgesamt 71 Fälle.

Minus 20 Prozent bei Wohnraumeinbrüchen
Delikte gegen fremdes Vermögen: Mit 11.070 Fällen gab es im Bereich Diebstahl um 996 Anzeigen weniger als im Jahr 2016. Besonders erfreulich: Die Zahl der Wohnraumeinbrüche (345) ging insgesamt um 19,8 Prozent zurück. In der Rubrik „Raub“ gab es unterm Strich 102 Anzeigen (2016 waren es 101). Weitere ausgewählte Delikte: Sachbeschädigungen (4288 bzw. -4,7%), Betrug (2558 bzw. -4,4%), Kriminalität im Internet (1322 bzw. +29,5%).

Vier von zehn Straftätern sind keine Österreicher
25.599 Tatverdächtige konnten im Vorjahr von der Tiroler Polizei ausgeforscht werden – bei 11.075 handelte es sich um Ausländer (43,3%). Die Top-Nationen: Deutschland (2784), Türkei (695), Marokko (561), Rumänien (555), Italien (473). Immer größere Probleme bereiten der Polizei Gruppen aus Afghanistan und Tschetschenien – „hier ist eine erhöhte Gewaltbereitschaft zu erkennen“. Bei 1711 fremden Tatverdächtigen handelte es sich um Asylwerber.

Innsbruck mit größtem Rückgang
Hinsichtlich Drogenkriminalität verzeichnete die Polizei im Vorjahr tirolweit 3992 Anzeigen, das sind um 31 weniger als 2016. 42 Prozent der Anzeigen erfolgten in Innsbruck. In sechs Bezirken gab es ein Minus bei den Straftaten. Den größten Rückgang verzeichnete Innsbruck mit minus 10 Prozent, gefolgt von Kitzbühel (-6,8%). Bei der Aufklärung ist hingegen das Außerfern mit 66 Prozent top.

Hubert Rauth
Hubert Rauth

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