09.03.2018 14:55 |

„Krone“ vor Ort

So gefährlich ist der Wiener Praterstern!

Kriminelle, Dealer, Obdachlose: Die weitläufig überdachten Areale samt gratis WLAN am Wiener Praterstern sind wie geschaffen als Hotspot für Menschen am Rande der Gesellschaft. „Besonders in der Nacht ist das Risiko einer Attacke hoch“, lautete der Tenor bei einem „Krone“-Lokalaugenschein. Aus Wut über sein verpfuschtes Leben hatte ein Flüchtling aus Afghanistan eine Arztfamilie niedergestochen und am Praterstern seinen Dealer attackiert.

Obwohl die Wiener Polizei den Amokläufer rasch ausforschte, stecken die erschütternden Attacken den Menschen am Problem-Bahnhof gehörig in den Knochen.

Wegweisung nicht möglich
„Man sieht sich öfters um, weicht Gruppen aus und hofft, es passiert nix“, sagt Mathea M. „Ab 17 Uhr trauen wir uns nicht einmal mehr den Mist wegzuwerfen oder auf die Frauentoilette zu gehen, weil uns selbst dort Afghanen auflauern“, schildert Floristin Natascha K. (39). Selbst massive Polizeipräsenz und ständig patrouillierende ÖBB-Sicherheitskräfte bekommen den Brennpunkt nicht in den Griff. „Wir können die Horden nicht wegschicken, weil sie erklären, dass sie auf einen Zug warten“, so ein Insider. Der Mix aus Afghanen, Tschetschenen, Afrikanern, Drogensüchtigen und Obdachlosen sorgt ständig für Wirbel.

„Gefühl der Angst hat sich verschärft“
„Ich bin eine wehrhafte Frau, aber abends nehme ich lieber ein Taxi“, sagt auch eine Pensionistin. „Meine Mutter arbeitet in einem Hotel, sie hat Angst“, meint wiederum Lukas L. Und Mathea M. fügt hinzu: „Wir haben immer ein mulmiges Gefühl und blicken uns um, wenn wir am Praterstern unterwegs sind. Seit den Messerattacken hat sich das Gefühl der Angst verschärft. Wobei, der Polizei kann man hier keinen Vorwurf machen. Sie ist sehr präsent.“

Wie gefährlich es am Praterstern ist, musste auch ORF-Money-Maker Alexander Rüdiger erleben: „Ich wurde aus heiterem Himmel von einer Gruppe Männer attackiert und musste mein Heil in der Flucht suchen!“

Aufatmen indes im Falle des schwer verletzten Messer-Opfers Wolf H. – der Zahnarzt (67) schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.

Florian Hitz, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Dost-Deal steht bevor
Transfer-Coup: Neuer Top-Knipser für Adi Hütter!
Fußball International
Sieg bei Celta Vigo
Glatt Rot für Modric, aber Real jubelt zum Auftakt
Fußball International
Deutlicher 5:0-Erfolg
Weissman mit Viererpack! WAC paniert Mattersburg
Fußball National
Aufsteiger punktet
WSG Tirol holt überraschend Remis beim LASK
Fußball National
Knapper Liverpool-Sieg
Trotz Mega-Torwartpatzer: Klopp schlägt Hasenhüttl
Fußball International
Deutsche Bundesliga
BVB ballert sich an Spitze - auch Glasner jubelt!
Fußball International
Nach Stotterstart
Es brodelt! Kabinen-Ärger & Geldstrafe bei Bayern
Fußball International
Völlig verrückt
Skurriler Werbespot mit Ronaldo sorgt für Aufsehen
Fußball International
Nach Messi-Fehlen
Barcas Albtraumbeginn: Auch Suarez fällt lange aus
Fußball International
Entscheidung gefallen
Sane-Transfer? Jetzt kommt klare Bayern-Ansage
Fußball International

Newsletter