Bammer war im Vorjahr in der zweiten Runde an der späteren Turniersiegerin Ana Ivanovic gescheitert. Bereits an den ersten beiden Turniertagen hatten sich Yvonne Meusburger und Patricia Mayr verabschieden müssen.
Das Match hatte für Bammer schon denkbar schlecht begonnen, musste sie doch gleich zum Auftakt ihr Service abgeben. Zwar machte sie den 0:2-Rückstand noch wett, doch nach dem 3:3 und einem 40:15 bei eigenem Aufschlag ging dann nicht mehr viel. "Ich habe mir auch gedacht, dass ich da in mein Spiel reinkomme. Aber ich habe dann nach wie vor keinen Ball ins Feld gespielt." Sechs Games in Folge zum 6:3, 3:0 stellten die Weichen zum Sieg der vermeintlichen Außenseiterin, die allerdings zuletzt drei höher dotierte ITF-Turniere in Folge gewonnen hat.
Krise seit den US Open
Bammer wirkte müde, ausgelaugt und kraftlos. Schon seit den US Open ist es für Bammer überwiegend schlecht gelaufen. Nach dem Erstrunden-Aus in Flushing Meadows gewann sie nur in Seoul eine Runde, in Tokio, Peking und Linz kam die frühe Niederlage. Bammer hat nun in einer durchwachsenen Saison, die ihr aber immerhin den zweiten Turniersieg (Prag) gebracht hat, insgesamt zehn Erstrunden-Niederlagen erlitten. "Natürlich strotze ich nicht vor Selbstvertrauen. Aber die Enttäuschung ist sehr groß, weil ich im Training die ganze Woche sehr stark gespielt habe", sagte Bammer.
"Sybille hat heute nie zu ihrem Spiel gefunden. Sie wollte mit der Brechstange spielen, anstatt auch auf längere Rallyes zu setzen. Allerdings muss man auch der Gegnerin gratulieren, die ausgezeichnet gespielt hat", lautete die Analyse von Coach Jürgen Waber. Bammer hat nun die Saison 2009 hinter sich und wird ihre diversen Wehwehchen, allen voran ein Schulterproblem, auskurieren. "Ich bin sehr froh, dass die Saison vorbei ist. Ich bin mir sicher, dass ich im nächsten Jahr viel besser zurückkomme", kündigte die Ottensheimerin an.









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