Mi, 12. Dezember 2018

Ehefrau erstochen

05.03.2018 16:02

Geständnis: Bevorstehende Scheidung als Tatmotiv

Die bevorstehende Scheidung war offenbar ihr Todesurteil: Ein Geständnis hat jener 44 Jahre alte Kroate abgelegt, der im dringenden Verdacht steht, seine Ehefrau Montagfrüh in deren Wohnung im oberösterreichischen Bad Schallerbach mit einem Messer erstochen zu haben. Die 46-Jährige hatte sich von dem Mann zu trennen wollen - es kam zum Wortgefecht zwischen den Eheleuten, das schlussendlich eskalierte und für die Frau tödlich endete. 

Vor etwa einem Jahr war die 46 Jahre alte Frau nach Österreich gezogen, um hier zu arbeiten, während ihre beiden Kinder, eine Tochter im Alter von 18 sowie ein Sohn im Alter von 13 Jahren, gemeinsam mit dem 44-Jährigen in Kroatien blieben.

Mehrere Stichverletzungen
Die 46-Jährige lebte seit dem vergangenen Dezember allein in einer Wohnung in einem Mehrparteienhaus in Bad Schallerbach. Für die Nacht auf Montag hatte sich der 44-Jährige zu Besuch bei seiner Ehefrau angekündigt. Kurz vor 6 Uhr hörten Nachbarn Hilferufe der 46-Jährigen und alarmierten die Polizei. Als die Beamten eintrafen, öffnete der Ehemann bereitwillig die Wohnungstür, seine Ehefrau lag tot in den Räumlichkeiten. Die Leiche der Frau wies mehrere Stiche auf, die mutmaßliche Tatwaffe - ein Küchenmesser - wurde sichergestellt. Der dringend Tatverdächtige ließ sich widerstandslos festnehmen.

Gegenüber der Polizei legte er in der späteren Einvernahme ein umfassendes Geständnis ab, wegen seiner lückenhaften Deutschkenntnisse musste ein Dolmetscher bei der Befragung hinzugezogen werden. Demnach ging es in dem für seine Frau tödlichen Streit um die Trennung des Paares.

Obduktion angeordnet
Die zuständige Staatsanwaltschaft Wels hat eine Obduktion angeordnet, um die genaue Todesursache festzustellen sowie die Angaben des Verdächtigen zum Tathergang zu überprüfen. Der Mann wird nach Abschluss der Erhebungen in die Justizanstalt Wels eingeliefert. Bei den Sicherheitsbehörden war er bisher nicht amtsbekannt.

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