11.10.2009 13:16 |

Sexistische Sager

Nach TV-Eklat: Frauen protestieren gegen Berlusconi

Eine Gruppe italienischer Professorinnen und Journalistinnen hat eine Unterschriftensammlung in die Wege geleitet, um gegen sexistische Bemerkungen von Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi zu protestieren. Die Initiative wurde gestartet, nachdem der reichste Mann Italiens in einer TV-Politshow vergangene Woche die prominente Oppositionspolitikerin Rosy Bindi mit sexistischen Äußerungen beleidigt hatte.

Der Ministerpräsident lieferte sich in der von RAI 1 gesendeten Polit-Show "Porta a Porta" am Mittwochabend ein verbales Gefecht mit der Parlamentarierin der oppositionellen PD, Rosy Bindi. Als ihn Bindi wiederholt wegen seiner Attacken gegen die Verfassungsrichter und Verschwörungstheorien kritisierte, antwortete Berlusconi der 58-jährigen Abgeordneten höhnisch: "Ich stelle fest: Sie sind schöner als intelligent." Bindi erwiderte in Anspielung auf die Sexskandale, wegen denen Berlusconi seit Monaten im Rampenlicht internationaler Medien steht: "Ich bin eine Frau, die nicht in ihrem Dienst steht."

Bereits 45.000 Unterschriften
Die Worte Berlusconis lösten hitzige Reaktionen unter den Parlamentarierinnen der Opposition aus. Sie forderten Berlusconi auf, sich sofort bei Bindi zu entschuldigen. 45.000 Frauen unterzeichneten bereits den Appell der Professorinnen und Journalistinnen, die sich wegen Berlusconis Äußerungen beleidigt zeigten. Der Appell wurde unter anderem von der Schauspielerin Valeria Bruni Tedeschi, Schwester der französischen Präsidentengattin Carla Bruni Sarkozy, unterzeichnet.

Partys, Callgirls und Scheidung
Der 73 Jahre alte Berlusconi steht wegen seiner angeblichen Sex-Skandale seit Monaten im Visier von Frauenverbänden. In den vergangenen Monaten hatten Berichte über wilde Partys und Callgirls in den Residenzen Berlusconis für Aufregung gesorgt. Berlusconis Frau hat wegen seiner privaten Eskapaden die Scheidung eingereicht.

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