Gegner unterschreiben:

Bevorstehende Fusion zerteilt ganz Afiesl

Gemeindefusionen sind ein heißes Eisen, das kaum jemand anfassen will! In Afiesl sammeln nun Bürger Unterschriften, weil sie lieber zu Helfenberg als zu St. Stefan gehören wollen. Die ganze Gemeinde ist inzwischen zerstritten! Und am Mondsee beginnen die Gespräche zur Fusion.

Voraussichtlich am 6. März bringt der Gemeinderat von Afiesl die Fusion mit St. Stefan am Walde auf Schiene. Doch ein Arbeitskreis aus mehreren Bewohnern, angeführt von Günter Stürmer, macht nun gegen die Pläne der Gemeinde mobil. „179 von 318 Wahlberechtigten haben dagegen unterschrieben, dass Afiesl, bis auf den Ortsteil Waldhäuser, mit St. Stefan fusionieren soll. Die Mehrheit will zu Helfenberg, das kann die Gemeindespitze nicht einfach ignorieren“, ist Stürmer sauer. Und weiter: „Mittlerweile ist unsere ganze Gemeinde zerstritten.“

Ortsteil Waldhäuser an Helfenberg, der Rest zu St. Stefan
Geplant ist, mit Anfang 2019 nur den Ortsteil Waldhäuser an Helfenberg abzutreten und den Rest an St. Stefan. Doch warum ist letztere Gemeinde so unbeliebt? „Wir haben grundsätzlich kein Problem mit St. Stefan, doch der Großteil der rund 400 Afiesler glaubt, dass St. Stefan mit 800 Einwohnern nicht überlebensfähig sein wird“, so Stürmer.

Wall erinnert an Vierer-Fusion
FPÖ-Bezirksparteiobfrau Ulrike Wall aus Ahorn – das mit Anfang 2019 mit Helfenberg fusionieren wird – erinnert daran, dass sie für eine Vierer-Fusion eingetreten ist, die aber abgelehnt wurde: „Wären Helfenberg, Ahorn, St. Stefan und Afiesl alle zusammengegangen, hätten wir uns das erspart.“

Beratungsgespräch auch am Mondsee
Um die Zukunft der Gemeinden geht’s momentan auch am Mondsee. Morgen, Mittwoch, findet das erste Gespräch der Gemeindevertreter von Mondsee, St. Lorenz, Tiefgraben und Innerschwand mit Fusionsberaterin Gerlinde Stöbich statt.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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Sonntag, 05. April 2020
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