Sumatra-Erdbeben

Helfer stellen Suche nach Überlebenden endgültig ein

Ausland
05.10.2009 15:45
Fünf Tage nach dem verheerenden Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra haben die Helfer die Suche nach Überlebenden eingestellt. Der Schwerpunkt solle nun auf dem Wiederaufbau und der Versorgung der Betroffenen in der Stadt Padang und den angrenzenden Gebieten liegen, sagte der Chef der UN-Hilfsmission in Indonesien, Ignacio Leon, am Montag. Die Erfahrung zeige, dass es nach so einer langen Zeit kaum noch möglich sei, Überlebende zu bergen.

Der Chef des japanischen Bergungsteams, Hiroaki Sano, sagte, Regierung und Vereinte Nationen seien übereingekommen, dass es keinen Hilfsbedarf mehr für Such- und Bergungseinsätze gebe, sondern dass nun Nothilfe und Wiederaufbau Vorrang haben müssten.

Wiederaufbau wird 600 Millionen Dollar kosten
Wohlfahrtsminister Aburizal Bakrie erklärte unterdessen, für den Wiederaufbau im westlichen Sumatra seien 600 Millionen Dollar (412 Millionen Euro) nötig. Zuvor war die Regierung von 400 Millionen Dollar ausgegangen, die Zerstörungen des Bebens der Stärke 7,6 übertrafen jedoch die ersten Schätzungen. Laut Katastrophenschutz wurden knapp 84.000 Häuser, 200 öffentliche Gebäude und 285 Schulen völlig zerstört. Rund 100.000 Häuser wurden schwer beschädigt.

Erdrutsche und Regen behindern Rettungsarbeiten
Heftiger Regen verschlechterte unterdessen noch die ohnehin angespannte Lage im Erdbebengebiet. Brücken stürzten ein, Erdrutsche und Schlamm blockierten Straßen, was die Versorgung der Menschen mit Hilfsgütern besonders in den Gebieten außerhalb der Regionalhauptstadt Padang erschwerte.

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