Di, 19. Juni 2018

Partner unter Verdacht

18.02.2018 14:59

Doping: Verliert Curling-Beauty Bronzemedaille?

Der Olympia-Curler Alexander Kruschelnizki soll einem russischen Medienbericht zufolge unter Dopingverdacht stehen. Wie die Zeitung "Sport Express" am Sonntag meldete, seien in der A-Probe des russischen Bronzemedaillen-Gewinners im neuen Mixed-Wettbewerb Spuren der verbotenen Substanz Meldonium gefunden worden. Kruschelnizki hatte an der Seite seiner hübschen Ehefrau Anastassija Brysgalowa (siehe Video oben) Bronze gewonnen.

"Ich weiß von nichts", wurde Kruschelnizki von dem Blatt zitiert. Auch sein Trainer versicherte, er habe bisher keine Informationen über angeblich auffällige Test-Ergebnisse. Ein Sprecher der in Pyeongchang unter neutraler Flagge startenden "Olympischen Athleten aus Russland" (OAR) bestätigte dagegen der Nachrichtenagentur TASS, das IOC habe das OAR-Team über einen möglichen Dopingfall in Kenntnis gesetzt.

Der für Dopingfälle bei den Winterspielen von Pyeongchang zuständige Internationale Sportgerichtshof (CAS) erklärte nach Angaben des Branchendienstes "Insidethegames", er sei bisher nicht vom Internationalen Olympischen Komitee über einen Dopingfall informiert worden. Ein Sprecher des Curling-Weltverbands sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir prüfen diese Sache." Die B-Probe von Kruschelnizki soll laut "Sport Express" am Montag geöffnet werden.

Meldonium war zumindest bis 2014 besonders in Russland häufig unter den für Doping genutzten Mitteln. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte hohen Missbrauch der Substanz in verschiedenen Sportarten festgestellt und den Wirkstoff auf die seit 1. Jänner 2016 gültige Liste der verbotenen Substanzen gesetzt. Der bisher bekannteste Meldonium-Fall war jener der russischen Tennisspielerin Maria Scharapowa, die bei den Australian Open 2016 in Melbourne positiv getestet und mit einer 15-monatigen Dopingsperre sanktioniert worden war.

Wegen des Skandals um systematische Doping-Manipulationen bei den Winterspielen 2014 in Sotschi dürfen die russischen Athleten in Pyeongchang nur unter neutraler Flagge starten. Russland Nationales Olympisches Komitee ist vom IOC derzeit suspendiert. Vor der Schlussfeier soll über ein Ende der Sanktionen entschieden werden. Sollte Kruschelnizki als Dopingsünder überführt werden, wäre das ein herber Rückschlag für die russischen Bestrebungen.

krone Sport
krone Sport

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.