16.02.2018 06:00 |

Lebt nun auf Gnadenhof

„Hermien“ nach Wochen auf der Flucht gefasst

Happy End für die Kuh "Hermien", die in den Niederlanden vor dem Schlachter geflohen war und wochenlang in einem Wald lebte: Die Ausreißerin konnte jetzt eingefangen werden, sie darf ihren Lebensabend auf einem Gnadenhof in dem Dorf Zandhuizen verbringen. Die Kuh war während ihrer Flucht zum Star in den sozialen Netzwerken geworden - sogar das niederländische Königshaus setzte sich für eine Begnadigung von "Hermien" ein.

Der Kuh war buchstäblich in letzter Minute die Flucht gelungen: Sie wurde gerade auf einen Lastwagen, der sie ins Schlachthaus bringen sollte, verladen, als sie sich losreißen und in den Wald flüchten konnte. Wochenlang versuchten Tierärzte, Landwirte und Jäger das scheue Tier zu fassen – jedoch ohne Erfolg. Die Kuh verhielt sich geschickt und verließ meist nur nachts ihr Versteck, um nach Futter zu suchen.

Doch letztendlich wurde "Hermien" doch aufgespürt und eingefangen. Sie ist nun auf dem Gnadenhof untergebracht - mitsamt ihrem Fluchtkomplizen "Zus", der ebenfalls ausgebüxt war, allerdings nach wenigen Stunden wieder geschnappt wurde.

50.000 Euro für freiheitsliebende Kuh gesammelt
"'Hermien' ist nun endlich daheim angekommen, nach einem langen, einsamen und stressigen Weg in die Freiheit", freute sich die Tierschutzorganisation, die der Kuh ihr neues Zuhause verschafft hat. In einer Kampagne waren 50.000 Euro für die Rettung von "Hermien" vor dem Schlachter gesammelt worden. Auch die niederländischen Royals zeigten ein Herz für die Ausreißerin: Der Schwiegersohn der ehemaligen Königin Beatrix rief auf Twitter zu Spenden auf, um das Tier vor dem sicheren Tod zu bewahren.

"Aber Kühe vergessen nie - und beide, 'Hermien' und 'Zus', sind zweifellos vom Leben gezeichnet. Sie werden immer Angst vor Menschen haben", ließ der Tierschutzverein wissen und will so verhindern, dass die Tiere von Fans und Schaulustigen am Gnadenhof besucht werden.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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