Fr, 20. April 2018

Spenden gesammelt

08.02.2018 16:44

Kuh „Hermien“ gelingt Flucht - lebt jetzt im Wald

In den Niederlanden sorgt ein Rindvieh derzeit für Furore: Die Kuh "Hermien" konnte im vergangenen Dezember in letzter Minute vor dem Schlachter fliehen und befindet sich seitdem auf der Flucht. Mittlerweile ist sie eine Berühmtheit geworden: Unter dem Hashtag #JeSuisHermien wird Begnadigung für die Ausreißerin gefordert.

"Hermien" gelang die Flucht, als man sie auf einen Lastwagen verladen wollte, der sie zum Schlachter bringen sollte. Sie konnte jedoch in den Wald entkommen. Mehrere Versuche von Jägern, Tierärzten und Landwirten, die Flüchtige wieder einzufangen, schlugen fehl. Der Anrainer Hans Wolters, dem mehrere Aufnahmen des scheuen Tiers gelungen sind, erklärt in einem YouTube-Video: "Die Kuh kann schneller laufen als ein Reh."

Das freiheitsliebende Tier ist sehr scheu und Menschen gegenüber äußerst misstrauisch. Meist wagt sich "Hermien" nur nachts aus ihrem Versteck, was die Suche nach ihr zusätzlich erschwert. Mittlerweile hat das Rindvieh einen regelrechten Fanclub in den Niederlanden und über die Staatsgrenzen hinaus gefunden.

"Hermien" ist bereits eine royale Angelegenheit
Nicht nur die Bevölkerung hat Gefallen an der tapferen Kuh gefunden: Auch das Königshaus will "Hermien" vor dem Schlachter bewahren. Der Schwiegersohn der ehemaligen Königin Beatrix rief auf Twitter zu Spenden auf, um die Kuh vor dem Tod zu bewahren.

Zahlreiche Menschen folgten diesem Aufruf. Nach Angaben der Tierschutzorganisation "Party for the Animals" kamen bereits 50.000 Euro für die Freiheit "Hermiens" zusammen.

"Yvonne" monatelang in Deutschland auf der Flucht
Der Fall erinnert stark an die österreichische Kuh "Yvonne", die 2011 in Bayern entlaufen war und drei Monate lang Verstecken spielte. Nach zahlreichen Anläufen, sie einzufangen – es wurde sogar versucht, die einsame Kuh mit einem Stier in eine Falle zu locken – und einem gewaltigen Medienrummel stellte sich "Yvonne" schließlich selbst: Sie wurde gemeinsam mit vier Kälbern auf einer Weide gefunden. "Yvonne" kam schließlich auf dem Gnadenhof Gut Aiderbichl im deutschen Deggendorf unter, wo sie ihren Lebensabend genießen darf.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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