Mi, 15. August 2018

Weniger Unternehmen

07.02.2018 09:30

Baubranche wächst nur noch gebremst

In der Baubranche werden immer weniger Unternehmen gegründet. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der neuen Unternehmen gegenüber 2016 um 19,6 Prozent. Vor fünf Jahren entfielen noch 5,4 Prozent der bundesweiten Neugründungen auf den Bausektor, 2017 waren es nur noch 4,3 Prozent.

Allerdings ging auch die Zahl der Insolvenzen 2017 im Vergleich zum Jahr davor um acht Prozent zurück. 2016 hatten sich die Baupleiten den Angaben zufolge noch um 4,5 Prozent erhöht. Die meisten Zahlungsausfälle in der Branche gab es im vergangenen Jahr in Wien (mit einem Anteil von 38 Prozent), die wenigsten in Vorarlberg (1,3 Prozent), berichtet die Wirtschaftsauskunftei CRIF.

In Vorarlberg gab es im Vorjahr auch den geringsten Anteil an Unternehmensneugründungen. Dort entfielen nur gut vier Prozent aller neuen Betriebe auf Baufirmen. In Wien waren es 23 Prozent, in Niederösterreich 18 Prozent und in Oberösterreich 14 Prozent. "Die Stimmung in der Baubranche ist positiv, der Konjunkturmotor brummt, die Geschäftslage hat sich signifikant verbessert", umriss CRIF-Österreich-Chef Boris Recsey in einer Aussendung die Lage in dem Sektor. Auch wenn die Neugründungen während der vergangenen Jahre - auf niedrigem Niveau - zurückgegangen seien, zähle die Baubranche immer noch zu den "gründungsintensivsten Branchen Österreichs".

Die meisten Firmenstandorte gibt es im Osten
Insgesamt verfügten die heimischen Bauunternehmen über eine "positive Eigenkapitalausstattung", die 2016 gegenüber 2015 über alle Bundesländer hinweg "sogar leicht gestiegen" sei, attestiert CRIF. Die heimischen Baufirmen stünden "auf einer soliden Kapitalbasis".
Am besten waren im Untersuchungszeitraum die Tiroler unterwegs, wo die Median-Eigenkapitalquote bei etwa 36 Prozent lag. Das Schlusslicht bildeten die Steirer mit rund 29 Prozent. Die meisten Firmenstandorte gibt es im Osten Österreichs - fast 19 Prozent der Bauunternehmen befinden sich in Wien, rund 18 Prozent in Niederösterreich. Nicht in der Erhebung erfasst sind laut CRIF ausländische Firmen und Rechtsformen.

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