Kein Tierhalteverbot

Zuchtskandal: Kärntner Tierfreunde empört

Tierfreunde und Tierschutzvereine sind empört, weil die Behörde dem Hundevermehrer von Rosegg acht Tiere gelassen hat. Wie berichtet, war durch einen anonymen Hinweis die illegale Hundezucht bekannt geworden. Die Hündchen waren teils im finsteren, verdreckten Keller gehalten worden. 27 Tiere wurden dem Mann abgenommen, acht ältere Hunde mussten bleiben.

"Wir haben mit der Tierschutzombudsfrau einen Kompromiss ausgemacht: Weil die acht älteren Hunde im Tierheim keine Chance hätten, einen Platz zu bekommen, bleiben sie bei ihrem Herrl", erklärt Bezirkshauptmann Bernd Riepan: "Der Züchter hat jetzt strenge Auflagen, es wird engmaschig kontrolliert." Die verbliebenen Hunde werden nun kastriert. Riepan: "Wenn er sich nicht an die strengen Auflagen hält, werden ihm aber auch diese acht Tiere abgenommen."

Gesetzeslage erlaubt kein Tierhalteverbot
Warum über den Hundevermehrer nicht gleich ein Tierhalteverbot verhängt wird, liegt an der Gesetzgebung. "Ein Tierhalter muss zweimal rechtskräftig nach dem Tierschutzgesetz bestraft worden sein, damit ein Tierhalteverbot ausgesprochen werden kann. Da liegt leider der Hund begraben", erklärt der Bezirkshauptmann von Villach-Land. So kann es leider passieren, dass illegale Hundezüchter zunächst ungeschoren davonkommen. Auch im Rosental soll eine Frau unter widrigsten Umständen Hunde züchten. Die Behörde kann noch nicht so eingreifen, wie sie es sollte. Die in Rosegg geretteten Hunde werden übrigens im Tiko Klagenfurt und im Tierheim Villach gepflegt.

Claudia Fischer, Kronen Zeitung

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Sonntag, 17. Jänner 2021
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