23.01.2018 14:39 |

Großes Aufatmen

Tsunamiwarnung für Alaska wieder aufgehoben

Nach einem Seebeben der Stärke 7,9 vor der Küste Alaskas ist eine vorsorglich herausgegebene Tsunamiwarnung am Dienstagnachmittag wieder aufgehoben worden. Es sei zwar weiterhin nicht auszuschließen, dass das Seebeben vereinzelt Auswirkungen an Land nach sich ziehe, die Tsunamiwelle werde jedoch den Wasserspiegel um weniger als 30 Zentimeter erhöhen. 

Der US-Wetterdienst hatte zuvor vor einem potenziell zerstörerischen Tsunami gewarnt. Dies galt vor allem für die kanadische Provinz Britisch-Kolumbien, Hawaii, den Süden und Südosten Alaskas, die Alaska-Halbinsel und die Inselkette Aleuten.

Das Beben wurde um 10.31 Uhr MEZ registriert. Das Epizentrum befand sich rund 280 Kilometer südöstlich der zum US-Bundesstaat Alaska gehörenden Insel Kodiak im Golf von Alaska. Die Erdstöße ereigneten sich nach Angaben des Geologischen Dienstes der USA in einer Tiefe von 25 Kilometern. Auf das Hauptbeben folgten mehrere Nachbeben mit Stärken zwischen 4 und 5.

Bewohner mussten Häuser verlassen
Die Polizei der Stadt Kodiak rief die Bewohner auf, ihre Häuser zu verlassen und sich in eine Höhe von mindestens 30 Meter über dem Meeresspiegel zu begeben. Hafenarbeiter berichteten laut Polizei von sich zurückziehendem Wasser. Ein Augenzeuge, der sich zum Zeitpunkt des Bebens auf einem Fischerboot vor Kodiak befunden hatte, berichtete dem Sender CNN, er habe für eine Minute ein "ordentliches Schütteln" gespürt.

Das Epizentrum lag im sogenannten Pazifischen Feuerring. Dieser Ring rund um den Pazifischen Ozean ist geologisch eine der gefährlichsten Regionen der Erde, weil an ihm mehrere Platten der Erdkruste aufeinandertreffen. Immer wieder kommt es zu tektonischen Verschiebungen, die Vulkanausbrüche, Erdbeben und Tsunamis zur Folge haben.

"The Great Alaska Earthquake"
Das schlimmste Beben, das in Alaska jemals registriert wurde, ereignete sich im März 1964. "The Great Alaska Earthquake" mit der Stärke 9,2 ist das zweitstärkste gemessene Beben weltweit.

Überboten wurde es nur von einem Erdstoß der Stärke 9,5 im Mai 1960, der in Chile über 1600 Menschenleben forderte. Zum Vergleich: Das verheerende Beben auf Sumatra in Indonesien im Dezember 2004 mit schlussendlich mehr als 200.000 Tsunami-Opfern wurde mit 9,1 registriert, das Beben vor der Ostküste Japans im März 2011 mit 9,0.

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