Schneider hatte im "profil" kritisiert, dass Mitarbeiter der Nachrichtendienste Nebentätigkeiten in verwandten Bereichen, wie Detektivarbeiten oder das Anbieten von sensiblen Sicherheitsüberprüfungen, nachgehen dürfen. Darabos will sich dieses Problems annehmen und einen "Vorstoß unternehmen", um das abzustellen. Diese Praxis sei nicht nur optisch, sondern auch mit dem operativen Geschäft "nicht vereinbar", so Darabos.
Potocnik als "Topmann"
Den neuen Abwehramtschef, dessen Bestellung aufgrund der sensiblen Aufgabe im Entscheidungsbereich des Ministers liegt, bezeichnete Darabos als "Topmann". Es sei auch kein Nachteil, dass Potocnik Erfahrung im Bereich der Nachrichtendienste habe. "Mit Aufräumarbeiten" sollte er aber "nicht mehr beschäftigt sein", sagte Darabos zu den diversen Schwierigkeiten, die es zuletzt in diesem Bereich gab.
Leck offenbar geschlossen
Unter anderem sollen Daten weitergegeben worden sein. Das Leck soll aber mittlerweile geschlossen worden sein. Ausgelöst wurde der von Schneider durchgeführte "Aufräumprozess" in Folge des Eurofighter-Untersuchungsausschusses. Er habe das Gefühl gehabt, dass Abgeordnete "Zugang zu Informationen hatten, die sie nicht haben durften", so Darabos. In Folge sei auch der damalige Leiter Erich Deutsch, der im Ausschuss wegen seiner Kontakte zum EADS-Lobbyisten Erhard Steininger in Verruf geraten war, abgelöst worden.
Keine "großen Knüller" mehr
Diskussionen um die Nachrichtendienste im Zuge des U-Ausschusses erwartet Darabos nicht. Er wolle dem Ausschuss nicht vorgreifen, sein Ressort stehe aber nicht im Zentrum der Untersuchung. Er glaube daher nicht, dass mit "großen Knüllern" im Heeresbereich zu rechnen ist.
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