Sturm stellte sich vor 7.000 Zuschauern im Pecara-Stadion von Siroki Brijeg mit derselben Aufstellung wie im Hinspiel ein, lediglich Samir Muratovic musste dem Neo-Grazer Manuel Weber Platz machen. Von großer Durchschlagskraft in der Offensive war vorerst aber wenig zu sehen. Das Spiel dominierten die Gastgeber, die auch gut ein halbes Dutzend Mal bedrohlich vor dem Tor der Foda-Elf auftauchten.
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Gefahr bereitete vor allem der Argentinier Varea, der in der 15. Minute den Pfosten traf und in der 16. nur von einer Fußabwehr Gratzeis vom Torjubel abgehalten wurde. Dass Sturm dennoch mit einer 1:0-Führung in die Kabine ging, hatte es Jakob Jantscher zu verdanken, der in der 41. Minute eine gefühlvolle Hereingabe Hölzls per Kopf traf.
Brijeg mit drei Mann im Sturm
Nach dem Seitenwechsel intensivierte Siroki Brijeg taktisch offensiver eingestellt noch einmal seine Bemühungen, ab der 57. Minute versuchte man sich mit einem Dreiersturm. Tatsächlich machte Silic das Spiel mit dem Ausgleich in der 64. Minute noch einmal spannend: Sein Freistoß aus gut 20 Metern saß passgenau im linken unteren Eck, Gratzei, der zuvor gegen Varea glänzend reagiert hatte (60.), war zwar mit den Fingerspitzen dran, aber letztlich ohne Chance.
Der Aufstieg wackelte wieder, auch weil Hölzl innerhalb weniger Sekunden zweimal Aluminium, schließlich Tormann Maric traf (66.). Die gefährlicheren Aktionen lieferten aber weiterhin die Bosnier. In der 81. Minute verfehlte Peraica nach schöner Vorarbeit von Varea per Kopf nur hauchdünn das Tor der Steirer. Die Abwehr der Grazer hielt aber bis zum Schluss stand.
Stimmen zum Spiel:
Franco Foda: "Es war das erwartet schwere Spiel. Ich sage es noch einmal: Wir haben es zu Hause verabsäumt, uns hier ein ruhigeres Spiel zu verschaffen. In der ersten Hälfte hatten wir wenig Chancen, in der zweiten haben wir dann gesagt, weiter nach vorne zu spielen. Das haben wir nicht genutzt. Wir haben nicht so gut gespielt, wichtig ist aber, dass wir weiter sind, wenn man beide Spiele zusammen betrachtet, war der Aufstieg verdient. Am Ende ist es noch kritisch geworden, da waren sie mit acht Mann vorne, aber wir haben das 1:1 über die Zeit gebracht." Zu OFK Petrovac, dem nächsten Gegner: "Eine Mannschaft, die Zyprioten hinausschmeißt, ist sicherlich sehr stark, es gibt keine schwachen Gegner mehr."
Mario Haas: "Wir sind weiter, ich bin gelaufen wie ein Hund."
Jakob Jantscher: "Es war das erwartet schwere Spiel. Am Anfang hatten wir Probleme, aber das Tor hat uns viel geholfen. Ich bin glücklich über den Aufstieg."
Christian Gratzei: "Beim 1:1 stand das Spiel auf der Kippe, aber wir haben dem Druck standgehalten und sind verdient aufgestiegen."
Manuel Weber: "Es war nicht leicht, aber die Mannschaft hat super gespielt, jeder für jeden. Mit meiner Leistung war ich nicht ganz zufrieden, es ist sicherlich noch eine Steigerung möglich."
Mario Bazina (Ex-GAK-Spieler, Sportdirektor Siroki Brijeg): "Wir haben alle gesehen, dass Siroki Brijeg super gespielt hat. Wir haben gute Chancen gehabt, aber leider haben wir nicht getroffen. Sturm war in beiden Spielen zusammen gesehen die bessere Mannschaft."
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