Wie die Polizei am Montag mitteilte, wollten die Uniformierten um 4.28 Uhr eine Schwerpunktkontrolle gerade beenden, als sie den Lärm eines Mopeds hörten. Sekunden später raste das Zweirad an den Polizisten vorbei. "Wir mussten nachfahren", erklärte ein erhebender Beamter, "denn erstens war das Moped viel zu schnell und damit offenbar 'auffrisiert'. Und zweitens bestand der Verdacht, dass es der Lenker gestohlen haben könnte."
Verfolgung mit Sicherheitsabstand
Mit 100 Sachen versuchte der Jugendliche, die Streife abzuhängen. Diese hielt ganz bewusst eine Distanz von etwa 70 Metern: "Wir haben befürchtet, dass es zu einem Unfall kommen würde. Wären wir zu nahe dran gewesen, hätten wir den Lenker überfahren."
"Nur auf 90 auffrisiert"
Nach zweieinhalb Kilometern wollte der Schüler abrupt nach rechts einbiegen. Dabei kam er von der Straße ab und stürzte in die Wiese. Einen Moment war der 15-Jährige benommen, danach sah er sofort seinen Blödsinn ein. Zuerst gab er zu, das Moped "auffrisiert" zu haben: "Aber nur auf 90 km/h." Das Ergebnis des Alko-Tests - 1,14 Promille - führte er auf intensiven Bierkonsum zurück. Er hatte sich mit einem Freund betunken, bei dem er hätte übernachten sollen. Nach einem Streit sei er dann weggefahren.
Im schlimmsten Fall Führerschein mit Verspätung
Über das weitere Schicksal des Jugendlichen entscheidet die Behörde. Im schlimmsten Fall darf er erst später als gesetzlich erlaubt den Führerschein machen.
von Manfred Niederl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Symbolbild
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