Den Schlussabschnitt von Podersdorf nach Wien (124,3 Kilometer) sicherte sich im Massensprint vor dem Burgtheater der Deutsche Andre Greipel. Für den Columbia-Teamkollegen des Gesamtsiegers war es der dritte Tagessieg im Laufe dieser Rundfahrt.
Die österreichischen Fahrer mussten sich zum zweiten Mal seit 1996 ohne Etappensieg geschlagen geben, erstmals gab es keinen Top-3-Rang. Der Wiener Werner Riebenbauer sorgte auf dem Schlussabschnitt von Podersdorf nach Wien (124 km) mit Platz fünf für das beste Resultat. "Dieses Rennen der Hors-Kategorie (zweithöchste nach den drei dreiwöchigen Rundfahrten, Anm.) ist für unsere kleinen Teams zu groß, aber es gab kleine Erfolgserlebnisse", sagte der 35-jährige Riebenbauer, der zuvor die Ränge sieben, zehn und elf belegt hatte.
Denifl schaffte nach Platz sieben bei der Bayern-Rundfahrt, dem wichtigsten deutschen Etappenrennen, einen weiteren Top-Ten-Platz. "In Österreich war es mit acht statt fünf Etappen schon härter, zudem hatte ich zwischendurch gesundheitliche Probleme", sagte der Stubaier. "Ich bin insgesamt sehr zufrieden, es hat gepasst." Denifl strebt für kommende Saison einen Wechsel in ein ausländisches Profiteam an.
Albasini hatte das Gelbe Trikot bereits am zweiten Tag mit seinem Sieg auf dem Kitzbüheler Horn aus einer Spitzengruppe heraus erobert und auch am Samstag als Fünfter des Einzelzeitfahrens am Neusiedlersee erfolgreich verteidigt. Nach zahlreichen Etappensiegen in wichtigen Bewerben (Tour de Suisse, Baskenland-Rundfahrt) gelang ihm in Österreich der erste Erfolg in einem Mehrtagesrennen. "Das zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin", sagte der Familienvater, der sich zu einem Rundfahrts-Spezialisten entwickeln will. Vor ihm hatten seine Landsleute Stefan Maurer (1984) und Beat Zberg (1998) in Österreich triumphiert.
Das "Kraftpaket" Greipel hatte wie schon in Dornbirn und Horn das beste Ende für sich, schloss die Vorarbeit seiner Kollegen (u.a. der vorjährige Tour-de-France-Etappensieger Marcus Burghardt) erfolgreich ab. "Die Mannschaft arbeitet sehr hart, ich brauche nur die letzten 200 Meter zu sprinten", erklärte der knapp 27-jährige Greipel. Er hatte zuvor bei der Bayern-Rundfahrt und der Ster-Elektrotoer ebenfalls jeweils drei Siege gefeiert. Für die Tour de France fand er dennoch keinen Platz im Columbia-Aufgebot. "Ich bin der beste deutsche Sprinter und habe nur das Pech, dass Mark Cavendish in unserem Team fährt", sagte Greipel. "Aber natürlich wäre ich auch gerne bei der Tour dabei." Cavendish, der aktuell beste Sprinter der Welt, hat bereits zwei TdF-Etappen gewonnen.
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