Kinderzimmer
Gesunde Wohnumgebung, glückliche Kinder!
Genau hier setzt die neue Broschüre „Das ökologische Kinderzimmer – ein gesundes Nest für unsere Kleinen“ der „umweltberatung“ an, die jetzt gemeinsam mit den „ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt“ vorgestellt wurde. Möglichst umfassend sollen darin den Eltern praxistaugliche Tipps für rundum gesundes Wohnen des Nachwuchses vermittelt werden.
„Dazu gehören nicht nur Ausmalen und Einrichten. Auch die Körperpflege, umweltschonendes Reinigen, gesunde Textilien und Spielzeug sind Themen der neuen Broschüre“, so Projektleiterin Silvia Dygryn von „die umweltberatung“.
Kinder sind empfindlicher
Erwachsene und Kinder reagieren nicht gleich auf die verschiedenen Schadstoffe. Denn, da sich der Nachwuchs ja noch im Wachsen befindet, ist der Grundumsatz höher. Die Folge: „Das macht Kinder gegenüber den Schadstoffen in ihrer Umgebung empfindlicher. Häufige Schadstoffe sind zum Beispiel flüchtige organische Verbindungen aus Farben, Lacken und Klebern“, erläutert OA DI Dr. Hans-Petter Hutter von den „ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt“.
Auch im Hausstaub, mit dem die Kids beim Krabbeln unweigerlich in näheren Kontakt kommen, reichern sich Schadstoffe an. Besonders sensibel können Kinder aber auch auf elektromagnetische Strahlung reagieren, die etwa durch elektrische Geräte und durch Mobilfunk entsteht.
Richtige Böden im Kinderzimmer
Ob Krabbeln, Spielen, Rutschen oder einfach nur Herumtoben – Kinder halten sich am liebsten am Fußboden auf. Einleuchtend, dass da der Auswahl des richtigen Bodenbelages entsprechende Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte. Und daher gibt es in der Broschüre auch hierzu jede Menge Infos, Tipps, Empfehlungen und Hinweise auf weiterführende Literatur.
Die wichtigsten Grundregeln für Kinderböden: Auf Schadstofffreiheit des Belages achten und schadstoffhältige Kleber vermeiden. Vergessen sollte man auch nicht, dass elektrostatische Aufladungen, wie sie z.B. bei Kunststoffböden durch Reibung von Schuhsohlen entstehen, als unangenehm empfunden werden.
Linoleum, Kork, Teppichböden oder Holz sind gerade auch für Kinder gut geeignet – allerdings nur dann, wenn sie aus natürlichen Materialien bestehen. Von PVC-Fußbodenbelägen rät die Broschüre der „umweltberatung“ ab. Zwar kostengünstig und pflegeleicht, sind sie aber nicht atmungsaktiv und auch ihre Herstellung erfordert einen relativ hohen Energieeinsatz. Zudem enthalten diese Bodenbeläge als wichtigste Zusatzstoffe Weichmacher, meist Phatale, die im Verdacht stehen, Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen.
Auf eine großflächige Anwendung von Fußbodenkleber sollte nach Möglichkeit verzichtet werden. Alternative Tipps: Teppichböden können in kleineren Räumen bis zu 20 Quadratmeter mittels eines Doppelklebebandes befestigt werden; Holzböden sollten auf eine Unterkonstruktion vernagelt oder geschraubt werden, anstatt sie zu verkleben.
Kein Smog im Kinderzimmer
Um die tatsächliche Schädlichkeit von Elektrosmog und mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit gibt es auch bei den Erwachsenen eine Reihe von Diskussionen. Beim Nachwuchs gilt jedenfalls das Motto: Sicher ist sicher und so sollte man im Kinderzimmer Elektrosmog möglichst reduzieren.
Topaktuell ist die Frage des Elektrosmogs in Zusammenhang mit den - allgemein nicht unumstrittenen - Energiesparlampen. Die Experten der „umweltberatung“ empfehlen, einen gewissen Sicherheitsabstand einzuhalten. Also Energiesparlampen nicht als Schreibtisch- oder Nachttischlampen verwenden.
Ein ganz eigener Punkt sind Babyfone im Kinderzimmer. Sie sind für die Überwachung von schlafenden Säuglingen und Kleinkindern ideal. Am Markt stehen unterschiedliche Babyfon-Technologien zur Wahl. „Die umweltberatung“ rät von Babyfonen ab, die mit DECT Standard arbeiten, da diese permanent senden.
Viele weitere Infos…
Die neue Broschüre „Das ökologische Kinderzimmer“ ist 70 Seiten stark. Alle wichtigen Bereiche – von der Innenraumgestaltung über gesundes Raumklima und richtiges Waschen und Reinigen bis hin zu Tipps für Windelkauf und Spielzeug – werden darin sehr umfassend behandelt. Auch alle wichtigen Gütesiegel und was sie aussagen, werden vorgestellt; ebenso finden sich jede Menge Hinweise auf weiterführende Literatur zu den einzelnen Bereichen.
Die Broschüre ist kostenlos erhältlich, Bestellung siehe Infobox. Tipp: Rasch anfordern, denn ab 1. Juli 2009 verrechnet „die umweltberatung“ Versandkosten für sämtliche Infomaterialien.
Oder einfach kostenlos downloaden - siehe Infobox!







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