Terrassenbau

Die Herausforderung für den Heimwerker

Wohnkrone News
10.06.2009 17:22
Ein hochgeschätzter Quell immerwährender Do-it-yourself-Arbeit ist für den gestandenen Heimwerker der eigene Garten. Hier gibt es so gut wie immer etwas zu tun, sei es der neue Weg, der gemütliche Pavillon, der Teich oder einfach nur mal schnell ein neues Hochbeet. Doch Statistiken belegen: Heimwerker-Begierdeobjekt Nummer eins ist unangefochten die Terrasse.

Nichts trägt so sehr zum Stimmungsbild des Wohnens im Grünen bei wie eine gepflegte Terrasse. Sie spiegelt auch persönlichen Stil und Vorlieben der Bewohner wider. Sei es die südländisch anmutende Gestaltung in Klinkerziegel, die warm-gemütliche Anlegung in natürlichem Holz, die kunstvolle Beton-Design-Kreation, die Natursteinverlegung oder das asiatische Flair von Bambus – Terrassen sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst.

Für den etwas erfahreneren Heimwerker bieten sie „Do-it-yourself-Feeling“ auf höchstem Niveau: Zum einen fallen eine Reihe unterschiedlich anspruchsvoller Arbeiten an, zum anderen können ganz persönliche Wohnträume mit eigenem handwerklichem Geschick umgesetzt werden.

Terrassen selbst gemacht
Grundsätzlich können Terrassen problemlos in Eigenregie gebaut werden. Voraussetzung hierfür sind die richtige Arbeitsplanung, das passende Material und nicht zuletzt die richtige Einschätzung des eigenen Könnens.

Bei der Neuanlegung der Terrasse besteht der erste Schritt in der Wahl des am besten geeigneten Standortes. Ideal ist eine Südorientierung, von Nordterrassen raten Experten ab. Der Boden selbst sollte eben sein und auch auf naheliegende Bäume ist zu achten, da deren Wurzeln unter Umständen bei der Fundamentlegung stören können.

Nicht zuletzt sollten in die Planungsüberlegungen aber auch Aspekte des täglichen Nutzerlebens wie etwa Hauseingänge, Nachbarn etc. miteinbezogen werden.

Alles eine Frage des Geschmacks…
Noch vor dem Baubeginn muss das Material gewählt werden. Zur Auswahl stehen im Wesentlichen Holz, Naturstein, Fliesen oder Betonplatten.

Holz wirkt warm und gemütlich und zählt nach den Pflastern generell zu den beliebtesten Materialien im Garten. Je nach Qualität und bereits vorhandener Imprägnierstufe sind Holzplanken relativ preisgünstig zu erwerben und sind auch einfach zu verarbeiten. Allerdings gibt es auch Nachteile: Holz bedarf einer regelmäßigen Pflege und es besteht Rutschgefahr, besonders bei Nässe und wenn sich Algen auf dem Holz bilden. Doch gerade für den Heimwerker sollte die richtige Pflege von Holz in der Praxis kein Problem darstellen.

Natursteine sind schier unverwüstlich und halten viele Generationen lang. Sie punkten auch mit einem edlen Flair, der sich leider aber auch meist  im Preis niederschlägt. Die Materialien reichen von weichem Schiefer, Marmor, Sandstein über härteren Porphyr, Quarzit, Andesit bis hin zu harten Basalt- und Granitplatten. Egal, für welchen Naturstein man sich letztlich entscheidet – wichtig ist, dass er frostsicher ist und dass das Oberflächenwasser abrinnen kann. Auch ein Imprägnierschutz für stark beanspruchte Stellen wird empfohlen. Tipp: Barfussgeher sollten helle Steine wählen, die sich nicht so stark erhitzen wie dunkle!

Weitere Terrassen-Dauerbrenner sind in unseren Breiten der natürliche Klinker-Ziegel aus gebranntem Ton und Betonplatten, die es in unterschiedlichster Optik und diversen Designvariationen gibt.

Ein gutes Fundament
Damit eine Terrasse stabil ist, muss beim Neubau zunächst ein Fundament aus Beton gegossen werden. Aufgabe des Fundamentes ist es, später die Lasten der Seitenwände und des Terrassenbodens aufzufangen. Hier ist die ehrliche Selbsteinschätzung des Heimwerkers gefordert: So eine Fundamenterrichtung bedeutet eine Menge Arbeit, und auch einige handwerkliche Erfahrung ist gefragt. Die Inanspruchnahme von Hilfe von Freunden ist jedenfalls empfehlenswert, unter Umständen auch der Rat vom Fachmann. 

In der Regel ist eine Fundamenttiefe von ca. 80 cm ausreichend. Nach Aushärtung des Betons wird das Fundament um eine Schotterschicht (Abfließen des Wassers bei Regen und Tauwetter) erweitert, auf der dann das Holz oder die Steine, die durch eine erhöhte Seitenwand gesichert sind, verlegt werden.

Richtig verlegt - jahrelange Freude
Das richtige Verlegen des Terrassenbelags spielt nicht nur beim Neubau der Terrasse, sondern auch bei deren Sanierung eine wichtige Rolle. Verlegefehler rächen sich unausweichlich im Lauf der Jahre: Sei es, dass unschöne Risse entstehen, sei es, dass die einst so ebene Fläche immer mehr einer „Berg-und-Tal-Landschaft“ ähnelt. Wer also noch nie Fliesen verlegt hat, sollte jetzt nicht damit beginnen, sondern sich einen guten Fachmann holen.

Einige Experten-Tipps:

  • Neuerrichtung: Die neugebaute Betonterrasse darf nicht zu früh mit Fliesen beklebt werden, sonst „reißt“ später das Ganze, da sich der Beton noch „setzt“. 
  • Komplizierte Muster: Am besten vorab probeweise in einer Ecke auslegen. 
  • Sondermaße, Ecken und Kanten: Werden zurechtgeschnitten. Die üblichen Schneidemaschinen sind für diese Fliesen meist ungeeignet, da das Material viel dicker ist als im Innenbereich. 
  • Kleber: Nie mehr anrühren als man in 15 Minuten verbrauchen kann. Den Kleber bogenförmig und gleichmäßig mit einer Zahnkelle auftragen, so dass eine gleich dicke Schicht entsteht. 
  • Auf Gefälle achten: Immer ein leichtes Gefälle weg zum Garten berücksichtigen (Wasserwaage!), damit das Wasser ablaufen kann.
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