01.07.2006 19:02 |

Duftnote

Wenn es im Büro zum Himmel stinkt...

Jede Person hat - ob sie will oder nicht - einen gewissen Geruchsfaktor, den so genannten "Olf". Wie Wissenschafter der Universität Jena herausgefunden haben, ist es vor allem "Olf", der so manchen Arbeitsplatz zum zweifelhaften Geruchserlebnis werden lässt.
"Olf" kommt vom lateinischen Olfactus und bedeutetso viel wie Geruchssinn. Tatsächlich gemeint ist damit dieGeruchsstärke, die ein Mensch mit normal funktionierendenDrüsen von sich gibt - vorausgesetzt er wechselt täglichseine Unterwäsche und duscht sich regelmäßig.
 
Der Mensch stinkt
So hat z.B. eine sitzende Person den Olf 0, ein spielendesKind 2, ein starker Raucher 25 und ein Athlet nach dem Sport sogar30. Ein alter Wollteppich kommt hingegen nur auf den Olf-Wert0,2. Das bedeutet, man benötigt bereits fünf derarttigeTeppiche im selben Raum, um die Ausdünstungen eines dortarbeitenden Menschen zu überlagern. Interessant ist dabei,dass nicht alle Personen den selben Geruch auf die gleiche Weisewahrnehmen. Was dem einen die Nase verdirbt, empfindet der anderemöglicher Weise nicht einmal als störend.
 
Weniger Leistung wegen Gestank
Kannst du deine Mitarbeiter im wahrsten Sinne desWortes nicht riechen, sind langfristig Probleme zu erwarten: LautStudie der Uni Jena können Symptome wie Kopf- und Rückenschmerzen,Augenbrennen, Reizungen der Schleimhaut, Ausschläge oderÜbelkeit auftreten. Wem es an seinem Arbeitsplatz stinkt,muss also mit verminderter Leistungsfähigkeit und Gesundheitrechnen. Frauen sind davon stärker betroffen als Männer,da sie über den besseren Geruchssinn verfügen.
 
Darüber hinaus sind auch Betriebsklima, technischeAusstattung des Arbeitsplatzes, Verantwortung und Arbeitsteilungfür den Stinkfaktor im Büro verantwortlich. Neben denmenschlichen Ausdünstungen schweben laut Untersuchung inder Büroluft noch weitere 8.000 Duftstoffe, die die Raumluftqualitätbeeinflussen...
 
 
Donnerstag, 13. Mai 2021
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