Bank aufgelöst

Wiener Medici-Bank muss Konzession abgeben

Österreich
28.05.2009 20:47
Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat am Donnerstag dem Kreditinstitut "Bank Medici AG" mit Sitz im ersten Wiener Gemeindebezirk die Konzession entzogen, weil das Unternehmen das gesetzlich erforderliche Anfangskapital in Höhe von fünf Millionen Euro nachhaltig unterschritten hat. Wie berichtet ist die Bank Medici nach eigenen Angaben bei den von ihr vertriebenen Fonds dem US-Anlagebetrüger Bernhard Madoff (siehe Infobox) aufgesessen und dadurch in arge wirtschaftliche Turbulenzen gekommen.

Zugleich endet die Bestellung des Regierungskomissärs Gerhard Altenberger, den die Aufsicht Anfang Jänner der Bank "zum Schutz der finanziellen Belange der Gläubiger" sowie zur Sicherheit der dem Institut anvertrauten Vermögenswerte beigestellt hatte.

"Die Bank Medici AG ist mit sofortiger Wirkung keine Bank mehr, wird aber als Gesellschaft fortbestehen", erklärte das Institut am Nachmittag nach Bekanntwerden des FMA-Bescheids. Die Bank hat vorige Woche selbst der FMA bekanntgegeben, dass die Eigenkapitalerfordernisse für die Zulassung als Bank unterschritten wurden.

Die Bank Medici steht zu drei Viertel im Besitz der Gründerin Sonja Kohn und gehört zu einem Viertel der Bank Austria.

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