Betrug aufgeflogen

Leasingfirmen um 2,5 Millionen Euro geschädigt

Steiermark
29.01.2009 11:11
Ein steirischer Geschäftsmann, der sich auf den technischen Support von Sportveranstaltungen spezialisiert hatte, steht im Verdacht, vier österreichische Leasingfirmen mit gefälschten Unterlagen um 2,5 Millionen Euro geschädigt zu haben. Aufgedeckt wurden die Betrügereien vom Masseverwalter, der für das inzwischen eingeleitete Konkursverfahren eingesetzt worden war.

Der 39-jähriger Geschäftsmann aus dem Bezirk Deutschlandsberg war laut Polizei seit Anfang 2006 Inhaber und Geschäftsführer von vier in der Steiermark tätigen Firmen zur Ausstattung von Sportveranstaltungen. Der Steirer verkaufte technisches Zubehör, Videowalls und Fahrzeuge an Leasingfirmen und leaste die Verkaufsobjekte gleichzeitig zurück ("Sale and lease back").

Ausstattung an vier Firmen gleichzeitig verkauft
Dabei wurden die Leasingfirmen mit gefälschten Unterlagen über die wahren Eigentumsverhältnisse der Verkaufsobjekte getäuscht: Das Equipment wurde nicht nur an eine, sondern gleichzeitig an vier in Wien, Salzburg, Klagenfurt und Dornbirn ansässige Leasingfirmen verkauft. Auf diese Weise wurden insgesamt 2,5 Millionen Euro auf die vom Verdächtigen eingerichteten Konten überwiesen.

Als der Verdächtige die vereinbarten Leasingraten nicht mehr bezahlte, wurden die Betrügereien im Zuge des Konkursverfahrens vom Masseverwalter aufgedeckt und angezeigt.

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