28.01.2009 11:01 |

Eishockey-Liga

Innsbruck nach 3:2 gegen Linz im EBEL-Play-off

Innsbruck komplettiert das Viertelfinalfeld im Play-off der österreichischen Eishockey-Liga. Die Tiroler drehten am Dienstag in der Schlussphase das Spiel gegen die Black Wings Linz und schafften mit einem 3:2-Sieg als achte und letzte Mannschaft den Aufstieg. Als klare Nummer eins wird wohl Rekordmeister KAC ins Play-off gehen: Die Klagenfurter gewannen den Schlager bei den Vienna Capitals mit 5:4 und haben vor den letzten drei Runden des Grunddurchgang vier Punkte Vorsprung auf die Wiener.

Nur noch 800 Zuschauer, der härteste Kern der Innsbrucker Anhänger, fand den Weg in die Innsbrucker Wasserkraftarena: Schon in der zweiten Minute gingen die Hausherren durch eine Soloeinlage von Daniel Woger in Führung und hatten in der Folge durch Kent Salfi (13.) und Patrick Mössmer (15.) weitere gute Chancen. Doch ein katastrophaler Fehler der Haie-Abwehr ermöglichte Linz den Ausgleich durch Patrick Leahy (19.). Der Linzer Stürmer schnappte Steve Guolla im 3:5-Unterzahlspiel an der blauen Linie den Puck weg und erzielte einen Shorthander zum 1:1.

Im zweiten Spielabschnitt übernahmen die Linzer immer mehr das Kommando und Florian Iberer erzielte aus spitzem Winkel die Führung für die Gäste (34.). Knapp vor der Pausensirene hätte Philipp Lukas im Powerplay sogar das 3:1 für die Gäste erzielen können, doch er traf nur den Pfosten. Im Schlussdrittel kontrollierten die Linzer ohne sich groß anzustrengen die Partie. Die Strafe folgte: Rem Murray gelang mit einem Abstauber der Ausgleich für die Tiroler (53.) und Jay Henderson erzielte nach einer schönen Aktion den Siegestreffer (57.), der für die Tiroler den Aufstieg bedeutete.

Vienna Capitals - KAC 4:5
Der KAC, dessen Vorsprung nach zwei Niederlagen in Folge geschmolzen war, erwischte vor 4.500 Fans in der ausverkauften Schultz-Halle keinen guten Start. Torhüter Travis Scott kassierte eine 2-plus-2-Minuten-Strafe, die die Caps zur Führung durch Doug Lynch (3.) nützten. Benoit Gratton erhöhte ebenfalls im Powerplay auf 2:0, ehe der KAC ins Spiel fand. Noch im ersten Drittel gelang Paul Schellander im Überzahlspiel 5-gegen-3 der Anschlusstreffer (18.), 36 Sekunden nach Wiederbeginn schaffte Warren Norris den Gleichstand. Chris Harand bezwang in der 29. Minute Torhüter Labbe zum dritten Mal.

Juha Riihijärvi gelang für die Caps, die zuletzt neun Punkte aus fünf Spielen geholt hatten, noch einmal der Ausgleich (31.), im Schlussdrittel sorgten aber Craig in Überzahl und Hager in Unterzahl mit einem Doppelschlag innerhalb 2:36 Minuten für die Vorentscheidung. Darcy Werenka gelang nur noch der Anschlusstreffer (51.).

Laibach - Red Bull 3:4
Den Slowenen gelang im sechsten und letzten Saisonduell mit den "Red Bulls" ein Auftakt nach Maß. Music bezwang im Powerplay den bei den Salzburgern neu ins Team gerückten Torwart Jordan Parise bereits nach drei Minuten. Die Bullen kamen in der Anfangsphase kaum zu guten Tormöglichkeiten, immer wieder scheiterte die Mannschaft von Coach Pierre Page an der massiven Verteidigung der Laibacher. Salzburg-Verteidiger Sweatt schaffte im Überzahlspiel den Ausgleich (16.), in der 23. Minute gerieten die Bullen aber durch Vnuk erneut in Rückstand. In der Folge war das Spiel von vielen Strafminuten und wenig spielerischen Glanzlichtern auf beiden Seiten geprägt, bevor die Zuschauer in einem ereignisreichen Schlussdrittel auf ihre Kosten kamen.

Erst verschärften die Red Bulls das Tempo und stellten die Partie innerhalb von drei Minuten durch einen Doppelschlag von Foster (44.) und Sweatt (47./PP) auf den Kopf. Dann kam der große Auftritt von Laibach-Spieler Banham, der in der 53. Minute gegen seinen Ex-Club im Powerplay zum 3:3 traf und die Slowenen in die Verlängerung brachte. In der Überspielzeit schlug dann Foster noch einmal und entscheidend zu.

VSV – Jesenice 6:2
Von Beginn an hatten die Kärntner deutlich mehr vom Spiel, die Tore von Kaspitz (3.) und Thomas Raffl (7./PP) wurden aber noch jeweils nach VSV-Abwehrfehlern von David Rodman (4., 8.) egalisiert. Erst im zweiten Drittel schlug sich die Überlegenheit der Gastgeber auch im Ergebnis nieder. Ferland (26./PP), Thomas Raffl (29.) und Cavanaugh (35.) sorgten für klare Verhältnisse. Im Schlussabschnitt traf noch Michael Raffl (48.) für den VSV, der mit mehr Nachdruck einen höheren Sieg hätte einfahren können.

Szekesfehervar - Graz 4:3
Das Schlusslicht sah zu Beginn des zweiten Drittels nach Treffern von Palkovics (7./PP) und Fekete (10., 22.) mit einer 3:0-Führung im Rücken schon wie der sichere Sieger aus, die Steirer steckten aber nicht auf. Ulmer (26.) verkürzte zunächst auf 1:3 sowie nach dem vierten Szekesfehervar-Treffer durch Vaszjunyin (40.) auf 2:4 (49.). Nach dem 3:4 durch Herzog (52.) setzten die 99ers noch einmal alles auf eine Karte und nahmen den Goalie vom Eis, ein weiterer Torerfolg blieb ihnen aber verwehrt.

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