Nach Gaskrise

Voves setzt auf erneuerbare Energie

Steiermark
13.01.2009 22:43
Beflügelt durch die Gaskrise will der steirische Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) Alternativen in der Energieproduktion vorantreiben: Nach seinen Vorstellungen soll sich künftig eine Gesellschaft um Fragen der erneuerbaren Energie kümmern, und zwar am besten bundesweit. Gespräche liefen nun sowohl auf Ebene der Unternehmen und der Sozialpartner als auch mit der Bundespolitik an und sollten im ersten Quartal des Jahres zu einem Ergebnis führen, sagte Voves am Montag.

Voves ist der Meinung, dass man eine neue Konstruktion finden müsse, um die Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Biomasse und eventuell auch Wasserkraft konzentrierter und in einer größeren Dimension als bisher auf den Markt zu bringen. In der Steiermark denke er dabei an eine gesellschaftsrechtlich Konstruktion abseits - aber unter Beteiligung - der landeseigenen Energie Steiermark AG: "Übergeordnetes Ziel ist es, wesentlich mehr Energieautonomie zu erreichen".

Engagement gefordert
Im Gegensatz zur ÖVP, deren Landesobmann Hermann Schützenhöfer lieber nur die Eröffnung eines neuen Geschäftsbereichs in der Energie Steiermark sehen möchte, glaubt Voves nicht daran, dass sich "klassische Energiemanager" des Themas erneuerbare Energie mit dem geforderten Engagement annehmen. Unter das neue gemeinsame Dach sollten auch - schon jetzt in kleinerem Umfang - erfolgreiche Unternehmen des Sektors kommen, darunter sollte auch die Zuführung von Kapital aus öffentlicher Hand abgewickelt werden.

Schützenhöfer verweist hingegen auf andere Energiegesellschaften, allen voran den Verbund, die ohnedies schon eigene Divisionen eingerichtet hätten. Eine eigene Konstruktion außerhalb des Landesenergieversorgers würde "eine weitere Zerschlagung des Unternehmen bedeuten".

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