Guter Duft
Echte Wohlgerüche
Denn bei weitem nicht alles, was nach Natur im besten Sinn riecht, ist es auch. Gerade bei ätherischen Ölen ist es beim Kauf meist sehr schwierig, „echte“ von gestreckten, gepanschten oder überhaupt synthetischen Ölen zu unterscheiden.
Der Preis kann einen Hinweis auf die Qualität geben, muss aber nicht. Denn die Anforderungen bei der Herstellung sind höchst unterschiedlich und schlagen sich demgemäß auch deutlich im Preis nieder.
Echtes Rosenöl um 3,50 Euro? Kann nicht sein. Denn für die Herstellung eines einzigen Kilogramms Rosenöls benötigt man 5.000 kg Rosenblüten, 30 aufgeblühte Rosenblüten ergeben gerade mal einen einzigen Tropfen. Ja, und das wird dann auch echt teuer…
Anders hingegen verhält es sich z.B. beim Lavendelöl – hier werden für ein Kilogramm Lavendelöl nur 120 Kilogramm Lavendel benötigt – dementsprechend billiger ist echtes Lavendelöl dann auch zu haben.
Was ist wirklich drin?
Ein weiteres Problem für den Käufer ist – laut „die umweltberatung“ -, dass viele teure ätherische Öle mit billigeren vermischt werden, z.B. Rosenöl mit Geraniol (Inhaltsstoff von billigeren ätherischen Ölen) oder Zitronenöl mit Lemongrasöl. Trotzdem werden sie als reine ätherische Öle verkauft, weil die Bestandteile ja aus Pflanzen stammen.
Üblich ist es auch, ätherische Öle mit Petroleum oder mit synthetischen Stoffen zu strecken. Die Bezeichnung „echtes ätherisches Öl“ ist nicht geschützt und bietet daher keinerlei Reinheits- oder Qualitätsgarantie.
Einige Duftmischungen sind überhaupt total künstlich – sei es, weil sie sich auf natürlichem Weg gar nicht gewinnen lassen, sei es, weil die Herstellung viel zu teuer wäre (z.B. echtes Maiglöckchen- oder Veilchenöl). Übrigens: Düfte wie „Grüner Apfel“ sind rein synthetisch.
Weniger ist mehr
Gute ätherische Öle haben den Vorteil, dass schon wenige Tropfen für lang anhaltenden Duft sorgen. Doch ob echt oder künstlich, Vorsicht ist im Umgang mit ihnen jedenfalls geboten. Gerade die hochwertigen ätherischen Öle können Haut und Schleimhäute reizen und sogar allergische Reaktionen hervorrufen.
Zimtöl ist z.B. dafür bekannt, dass es zu Kopfschmerzen und brennenden Augen führen kann. Austesten kann man solche Allergien, indem man einen Tropfen des ätherischen Öls mit Speiseöl vermengt und diese Mischung dann auf Handrücken oder Armbeuge träufelt. Rötet sich die Haut, ist es jedenfalls besser, diese Duftnote künftig zu meiden.
Duftwirkungen - und so geht es auch billiger
Duftsstoffe beeinflussen unsere Gefühle und viele Körperfunktionen. So wirkt z.B. „Orange“ ausgesprochen aufmunternd und anregend, Rosenduft hingegen ist harmonisierend und nervenberuhigend. Darüber hinaus können Duftstoffe aber auch lästige Insekten und Ungeziefer fernhalten.
Der häufigste Verwendungsgrund von ätherischen Ölen ist aber die Verbesserung der Raumluft und mehr Wohlgefühl durch angenehm-natürliche Gerüche.
Aber: Es muss nicht immer teures ätherisches Öl für einen besonderen Raumduft und Frische sorgen. Ein einfaches, sehr preisgünstiges und auch gut verträgliches Mittel ist z.B. der selbstgemachte „Zitronenwasser-Raumspray“. Den Saft einer halben Zitrone mischt man mit einem halben Liter Wasser, das man dann mit einer herkömmlichen Sprühdose leicht in den Räumen verteilen kann.
Angenehm duftende Wohnräume sind keine Erfindung unserer Zeit. Ein auf den ersten Blick etwas seltsam anmutender, aber überraschend einfacher Trick aus Ur-Omas Zeiten: Lavendel auf den gereinigten Fußboden streuen. Da Lavendel ein sog. „Berührungskraut“ ist, also seinen Duft am intensivsten dann verströmt, wenn es berührt wird, begleitet der wohlriechende Lavendelduft zwangsläufig jeden Hausbewohner im wahrsten Sinn des Wortes auf „Schritt und Tritt“.
Auch Blumen- und Gewürzpotpourris oder duftende Blumen in einer schönen Wasserschale sorgen für ganz natürlichen Duft – und sind überdies wunderschöne Dekorationen.
Tipps der „umweltberatung“
Für Kauf und Anwendung von ätherischen Ölen empfiehlt „die umweltberatung“, folgendes zu beachten:
- Auf Kennzeichnung achten: 100% natürlich ätherische Öle müssen bestimmte Kennzeichnungen aufweisen (z.B.: Pflanzenname, Füllmenge, Verfahren der Gewinnung, Chargennummer, Herkunftsland, Datum der Gewinnung, Angaben über Anbau, Lieferantennamen und Sicherheitshinweise).
- Biologischer Anbau: Bevorzugt sollten „100% natürlich ätherische Öle“ aus biologischem Anbau werden.
- Schlechte Gerüche: Duftstoffe sollen schlechte Gerüche nicht überlagern. „Mieft“ es in der Wohnung – Fenster öffnen und frische Luft hereinlassen.
- Duftlampen: Am besten geeignet ist hierfür Sinterkeramik oder Glas. Ist die Duftlampe bereits warm, sollte nur warmes Wasser nachgefüllt werden, da es sonst zu Sprüngen kommen kann.







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