23.12.2008 11:59 |

"Ein Schlachtfeld"

Tödlicher Horrorunfall wird zu Kriminalrätsel

Zertrümmerte Autoteile auf mehr als 50 Metern verstreut, im Wrack ein sterbender Lenker, ein zweiter Autofahrer verletzt - dieses Bild hat sich den Einsatzkräften am Montag um 6.15 Uhr früh auf der B 309 bei Kronstorf in Oberösterreich geboten. Der Unfallhergang ist aber unklar. Denn der Hauptzeuge, ein pensionierter Lkw-Lenker (57), machte merkwürdige Aussagen. Der Horrorunfall könnte zum Kriminalfall werden.

"Es sah aus wie auf einem Schlachtfeld", berichtet der Kronstorfer Feuerwehrkommandant Hannes Ömer: "Bei unserem Eintreffen sind überall so viele Trümmer herumgelegen, so etwas hab ich noch nie gesehen. Die Halbachsen waren mindestens 50 Meter weit weggeschleudert worden, der Motorblock ist auch herumgelegen."

Spuren passen nicht zu Aussage
Bei dem Toten handelte es sich um einen 53-Jährigen aus Schwertberg. Der pensionierte Lkw-Chauffeur kommt aus dem Bezirk Linz-Land und erzählte zuerst Folgendes: Der getötete Lenker hätte seinen Lastwagen rechts am Radstreifen überholt, wäre dann zurück auf die Fahrbahn gekurvt und hätte dabei den Lkw vorne touchiert. Durch diesen Anprall sei der Pkw auf die Gegenfahrbahn geschleudert worden, wo Özden A. (23) aus Kronstorf mit seinem Pkw frontal in das Auto krachte - er wurde verletzt.

Laut Polizei passt die Spurenlage aber nicht zu dem angeblichen Überholmanöver. Bei der Einvernahme erzählte der 57-Jährige dann, er habe zuerst in einer 70er-Beschränkung den langsam fahrenden Pkw des späteren Todesopfers überholt. Wie es tatsächlich zu dem tödlichen Unfall kam, konnte offiziell noch nicht ermittelt werden. Nun sind die Gutachter am Zug.

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