16.12.2008 12:52 |

Auftrag erteilt

Internationale Architekten bauen neue WU

Internationale Architekten wie Zaha Hadid und Peter Cook bauen die neue Wirtschaftsuniversität (WU) in der Josefstadt. "Sie haben den Architekturwettbewerb gewonnen", teilten WU-Rektor Christoph Badelt und VP-Wissenschaftsminister Johannes Hahn am Dienstag mit.

Das Bibliotheks- und Lernzentrum als Mittelpunkt des neuen Campus in Leopoldstadt wird von der irakischen Architektin Hadid geplant. Sie setzte sich mit ihrem Vorschlag auch gegen den Wiener Hans Hollein durch.

Um das Biobletheszentrum gruppieren sich vier weitere Gebäude für die WU-Departments, die vom Japaner Hitoshi Abe, der Spanierin Carme Pinos, dem Spanier Eduardo Arroyo und dem Briten Peter Cook (Kunsthaus Graz) gebaut werden.

Bestehendes WU-Gebäude ist ein Sanierungsfall
Im 1982 eröffneten, bestehenden WU-Hauptgebäude in Alsergrund herrscht schon seit langem akute Raumnot, zudem ist das Haus seit Jahren ein Sanierungsfall. Im Herbst des Vorjahres fiel die Entscheidung, dass die WU nach Leopoldstadt übersiedeln wird. Neuer Standort wird ein 90.000 Quadratmeter großes Grundstück an der Südportalstraße zwischen Messegelände und Prater.

Der Baubeginn der Universität ist für Ende nächsten Jahres geplant. Bis 2012 sollen die Bauten mit mehr als 100.000 Quadratmetern Nettonutzfläche errichtet werden. Als Kostenrahmen stehen 250 Millionen Euro zur Verfügung. 

Linie U2 verbindet ab 2012 Hauptuniversität, TU und WU
Hahn sieht den WU-Neubau als "Impuls für die Wirtschaft" und Signal in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Zudem erwartet er sich von dem Campus eine "dramatisch verbesserte Qualität von Lehre und Forschung". Der Wiener Planungsstadtrat Rudolf Schicker verwies auf die gute Verkehrsanbindung durch die U2, die nun zur großen Verbindungslinie der Universitäten werde, von der TU Wien am Karlsplatz über die Uni Wien und schließlich zur WU.

WU-Rektor sieht in Bauprojekt "Jahrhundertchance"
Badelt sprach von einer "Jahrhundertchance", eine Universität auch gedanklich neu zu bauen. Sichtbarstes Ergebnis daraus sei etwa das Bibliotheks- und Lernzentrum im Zentrum des Campus. Zudem hob der Rektor die Synergien mit dem Nachbarn Messe Wien hervor, wo die WU etwa Großprüfungen abhalten kann bzw. bei Kongressen die Hörsäle der WU genutzt werden können.

Der Neubau sei nicht auf eine bestimmte Zahl an Studenten ausgelegt. Man sei vielmehr von der Zahl der Arbeitsplätze für Studenten ausgegangen, die derzeit bei 1.000 liege und künftig 3.000 betragen werde. Damit erreiche man zwar nicht das Niveau guter US-Unis, aber doch einen guten europäischen Schnitt. Zudem sehe das Masterkonzept Erweiterungsmöglichkeiten an mehreren Stellen des Campus vor.

Uni Wien meldet Interesse an WU-Gebäude in Alsergrund an
Bezüglich der Nachnutzung des derzeitigen WU-Gebäudes in der Augasse in Alsergrund betonte BIG-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber, dass es "Gespräche mit der Universität Wien gibt, die das Gebäude nutzen will". Angesichts der notwendigen Teilsanierung wäre ein Bezugstermin 2015/16 realistisch. Seitens der Uni Wien betonte man Interesse, wesentliche Fragen der Finanzierung seinen aber noch offen. "Erst wenn die Rahmenbedingungen klar sind, wissen wir ob wir wollen", hieß es aus dem Büro des Uni-Rektors.

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