Naturstein-Design

Schimmernde Schönheit

Wohnkrone News
15.11.2008 16:21
Natursteine spielen in der Innen- und auch Außengestaltung von Haus und Wohnung seit jeher eine Rolle. Im Garten sind sie meist praktisch-dekorativ gewählt, im Inneren der eigenen vier Wände dienen sie meist der gezielten Veredelung bestimmter Bereiche, sei es als Bodenplatten, Fliesen, Fensterbänke, Tischplatten oder Einzelstücke. Neu in der Innenraumgestaltung: Lichtdurchlässige Natursteine.

Der Naturstein ist ein natürlich entstandenes Produkt. Und darin liegt auch sein ganz besonderer Charme. Denn im Ergebnis gleicht kein Stück dem anderen, jedes ist einzigartig. Das bezieht sich auf die Maserung der Steine, aber auch Farbgebung und Struktur. Jede Schicht eines Natursteines entstammt einer anderen erdzeitlichen Epoche und daraus ergeben sich dann die typischen Unebenheiten, Farbunterschiede und Einschlüsse, die die besondere Wirkung der Steine ausmachen.

Steingruppen und Unterschiede
Grundsätzlich unterscheidet man im Bauwesen drei Gruppen:

  • Erstarrungsgesteine: Die härtesten und beständigsten natürlichen Baustoffe überhaupt (z.B.: Granit) 
  • Ablagerungs- und Schichtgesteine: Dazu zählen die Sand-, Kalk- und Tongesteine 
  • Umwandlungs- bzw. metarmorphe Gesteine: Quarzit, Gneis, Glimmerschiefer

Für die Verarbeitung im Garten- oder Außenbereich werden Natursteine in der Regel höchstens geschnitten oder in Form geschlagen, für die Anwendung im Innenbereich reicht dies nicht aus. Die Oberflächen werden noch speziell behandelt (z.B. poliert).

Dauerklassiker Marmor
Die Hitliste der beliebtesten Natursteine in der Raumgestaltung führt zweifellos Marmor an. Zwar in den letzten Jahren deutlich ruhiger um ihn geworden, kann man jetzt wieder eine triumphale Wiederkehr im Innenraumdesign feststellen. Was macht ihn aber so besonders – und hochwertigen Marmor leider auch so teuer?

Marmor ist einer der edelsten Natursteine überhaupt und entsteht durch die Umwandlung von Kalkstein unter sehr hohem Druck und Temperatur. Diese Bedingungen sind nicht überall gegeben, daher ist „echter“ Qualitäts-Marmor eher selten.

Es geht aber auch billiger und trotzdem schön: Im Bauwesen gilt jeder schleif- und polierbare Kalkstein als Marmor und damit gibt es auch ein sehr großes und leistbares Angebot an Marmorfliesen und –platten in vielen verschiedenen Farben, Härtegraden, Strukturen und Berabeitungsweisen.

In jeder Ausprägung ist Marmor aber heikel: Als Bodenbelag kratzempfindlich, (sauren) Regen und säurehaltige Reinigungsmittel verträgt er ebenfalls nicht gut. Im Außenbereich findet er daher so gut wie nie Verwendung, im Innenraum meist im Eingangsbereich oder Badezimmer.

Schimmernde Schönheit
Superedel und wirklich ausgefallen ist jetzt ein neues Angebot an Steinarten, die bislang vor allem aus dem Schmuckdesign bekannt sind. Lichtdurchlässige Natursteine wie etwa Labradorit, Achate und Quarze sollen in Verbindung mit perfekter Ausleuchtung künftig für faszinierende Stein-Lichtspiele und Edelglanz in unseren Wohnräumen sorgen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, der Effekt überwältigend.

Voraussetzung ist allerdings – neben dem nötigen Kleingeld – eine perfekte und professionelle Ausleuchtung. Nichts mit Marke Eigenbau.

Denn nur durch den Einsatz neuester Beleuchtungssysteme und entsprechendes Fach-Know-how können transluzente (lichtdurchlässige) Natursteine gleichmäßig und flächendeckend ausgeleuchtet werden, ohne dabei viel Platz für die Beleuchtung in Anspruch zu nehmen. Diese Leucht-Systeme entwickeln nur wenig Wärme, sind energiesparend und zeichnen sich durch eine extrem lange Lebensdauer aus. Mit einer speziellen Technik können zudem verschiedenartige Farbspektren erzeugt werden, die Stein und Struktur in der gewünschten Farbe erscheinen lassen.

Faszination Labdradorit
Eine Star-Stellung unter diesen transluzenten Natursteinen nimmt der Labradorit ein. „Ganz allgemein sind exklusive Steine in Wand- und Bodengestaltung zurzeit sehr gefragt. Der Labrodorit, mit seinem unverwechselbaren Farbcharisma gehört definitiv dazu“, bestätigt auch Klaus Neuhoff vom gleichnamigen deutschen Natursteinwerk diesen Edel-Trend.

„Design aus der Natur“, lautet dabei das Motto. Denn je identischer man sich an der natürlichen Beschaffenheit des Steines bei der Gestaltung /Ausleuchtung für den Wohnbereich orientiert, desto eindrucksvoller das Endergebnis.

Je nach Farbwirkung spricht man beim Labradoriten von zwei Wirkungsweisen: „Labradorisieren“ nennt man in der Fachwelt den bläulichen Schimmer des Steines und ist an Stelle dieses Blaus ein buntes Farbspektrum zu erkennen, spricht man vom „Spektroliten“.

Transluzente Natursteine im Wohnraum werden sicherlich kein Massentrend, aber ebenso sicher ist die einzigartige Raumwirkung auch nur eines kleineren Stückes. Und im Gegensatz zum etwa auch nicht billigen Prestige-Wohnobjekt Design-Sofa erhält man damit die Sicherheit, etwas wirklich Einzigartiges zu haben. Denn jeden Stein gibt es in dieser Ausprägung letztlich nur einmal!

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