Do, 16. August 2018

Gitter verschoben

30.09.2008 12:54

Zwölfjährige vor Schule in Schacht gestürzt

Ein Heer von Schutzengeln muss Montag früh die 12-jährige Susanna beschützt haben: Das Mädchen stürzte am Gelände des Gymnasiums in Weiz (siehe Foto) durch ein Gitter knapp vier Meter tief ab. Wie durch ein Wunder erlitt sie nur Prellungen. Die Schultasche bremste den Sturz. Jetzt ermittelt die Polizei - unbekannte Täter hatten das Gitter gelockert und fast eine Katastrophe ausgelöst!
Die Zwölfjährige war kurz nach 7.30 Uhr gerade auf dem Weg in die erste Stunde, als das Unglück geschah. Um einen Blumentrog zu umgehen, trat Susanna auf das Gitter über dem Lichtschacht zum Bastelraum. Der gab plötzlich nach - und die Schülerin stürzte knapp vier Meter tief. Ihr Glück: Die Schultasche fing den größten Teil des Sturzes ab, und das 35 Kilo schwere Gitter donnerte zum Glück neben ihr auf den Asphaltboden.

"Diese Gitter gehören gesichert!"
"Wäre das Gitter auf sie gefallen, wäre sie jetzt tot", ist ihr Vater Othmar Wimmer erschüttert und zugleich erleichtert, dass nicht mehr passiert ist. "Diese Gitter gehören gesichert, damit so etwas nicht noch einmal passiert!"

Susanna wurde in die Grazer Kinderklinik gebracht. Sie erlitt massivste Prellungen am ganzen Körper. "Aber sonst geht es ihr zum Glück gut", erzählt der Vater.

"Lausbubenstreich"
Die Polizei ermittelt jetzt gegen Unbekannt. "Das Schachtgitter wurde mutwillig gelockert", weiß Karl Spranger von der Polizei Weiz. Die Täter - es müssen mehrere gewesen sei, weil es für einen allein zu schwer wäre - dürften es aus der Verankerung gehoben haben. "Als das Mädchen drauf trat, gab es nach, kippte, und sie stürzte in die Tiefe. Ein "Lausbubenstreich", vermuten die Beamten. Aber einer, der sehr, sehr böse hätte enden können...

von Eva Molitschnig, "Steirerkrone"

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