Bei der 33-jährigen Wienerin Swoboda waren die bereits seit längerem vorhandenen Rückenprobleme beim jüngsten Trainingslager in Griechenland wieder akut geworden. Deshalb hatten Montagnolli/Swoboda schon für das Grand-Slam-Turnier in Gstaad abgesagt. Montagnolli spielt diese Woche in Klagenfurt mit Ersatz-Partnerin Kerstin Pichler.
Am Dienstag wurde Swoboda im Wiener Krankenhaus SMZ Ost wegen ihrer Beschwerden von Olympia-Arzt Dr. Alfred Engel untersucht. Nach einer längeren Diskussion kam man danach zu dem Schluss, dass wegen des festgestellten Bandscheiben-Vorfalls die Beeinträchtigung zu groß sei, um die Volleyballerin bei Olympia starten zu lassen. Man bedaure den Beschluss, das Duo Montagnolli/Swoboda von den Spielen zurückziehen zu müssen, hieß es vonseiten des ÖOC. Ein Einsatz sei aber nicht zu verantworten.
Damit wäre mit Doris und Stefanie Schwaiger in Peking nur ein Damen-Duo für Österreich im Beachvolleyball am Start. Doch Swoboda will das Olympia-Aus nicht kampflos hinnehmen. "Ich will in Peking auf jeden Fall starten. Ich empfinde es als extrem unfair, dass jemand anderer über meinen Olympia-Start entscheidet, auf den ich mich vier Jahre vorbereitet habe", so die Sportlerin.
Ob Swoboda mittels eines Attestes eines anderen Arztes, der die komplette Verantwortung übernimmt, noch ein Antreten bewirken kann, ist vorerst offen. Zumindest will Swoboda am Mittwoch auch noch über den Internationalen Volleyball-Verband eine Startgenehmigung erwirken. Der Bandscheibenvorfall sei eine alte Geschichte, versicherte die Sportlerin. "Davon weiß ich seit langem. Wenn ein Arzt über ein Antreten entscheiden soll, würde auch ein Hermann Maier oder Clemens Doppler nirgends mehr wo hingeschickt werden", ärgert sich Swoboda.
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