Die irakische Regierung hatte am 21. Mai das Nationale Komitee (NOK) aufgelöst sowie ein neues unter der Leitung des Sportministers eingesetzt. Damit hatte sie gegen die Olympische Charta verstoßen. Am 4. Juni war das Land bzw. das neue NOK daher wegen "Einmischung in die sportlichen Belange" von den Spielen vorläufig suspendiert worden. Die IOC-Entscheidung beendete nun die letzten Hoffnungen der sieben qualifizierten irakischen Athleten auf eine Teilnahme in Peking.
"Das IOC ist sehr enttäuscht"
Das IOC hielt außerdem in einer Aussendung am Donnerstagabend fest: "Das IOC ist sehr enttäuscht, dass die Sportler des Irak durch die Handlungen ihrer eigenen Regierung so schlecht behandelt werden." Die Nennfristen seien schon vorbei und somit müsse man eine gewisse Zahl der von Iraks Athleten besetzten Plätze neu vergeben.
Die Regel 28 (9) der Olympischen Charta verbietet eine politische Einmischung in die Olympische Bewegung, wie sie die irakische Regierung begangen hat. Man habe die Regierung nach Lausanne eingeladen, um das Problem zu diskutieren, aber keine positive Antwort bekommen.
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