Damit ist die Vorrunden-Gruppe C in Halifax nach zwei Runden völlig offen. Lediglich Vizeweltmeister Finnland steht nach einem 3:2-Zittersieg nach Verlängerung gegen Norwegen fix in der Zwischenrunde. Die Deutschen treffen zum Abschluss auf Norwegen, sogar die Slowakei muss vor dem Duell mit Finnland noch bangen.
Denn der Weltmeister von 2002 präsentierte sich gegen Deutschland fernab der Hochform. NHL-Profi Marco Sturm (7.) und Stefan Ustorf (16.) hatten die Deutschen bereits früh in Führung gebracht, für die Vorentscheidung sorgte ein Doppelpack von Michael Hackert (39., 49.) zum 4:1 jeweils im Powerplay. Deutschlands Goalie Robert Müller präsentierte sich mit 36 parierten Schüssen als starker Rückhalt. "Wir wissen, dass sie nicht alle großen Stars im Team haben, aber das spielt für uns keine Rolle", erklärte Kapitän Sturm.
Finnland, Schweden und Schweiz weiter
Auch Finnland musste gegen Norwegen zittern. Der Olympia-Zweite war zwar durch Jussi Jokinen (2.) und Ville Peltonen (17.) zweimal in Führung gegangen, kassierte aber durch Morten Ask (5.) und Anders Bastiansen (20.) zweimal den Ausgleich. Die Entscheidung gelang Tuomo Ruutu erst nach 2:27 Minuten der Verlängerung. Finnland, das ab sofort auch auf NHL-Star Saku Koivu zurückgreifen kann, ist nach dem 5:1-Auftaktsieg gegen Deutschland damit zwar weiter, auch Norwegen hat durch den Punktegewinn aber noch Chancen.
Julien Sprunger (14./35.) sorgte mit seinen WM-Toren zwei und drei für den schwer erkämpften Erfolg der Eidgenossen gegen Weißrussland. Konstantin Kolzow (28.) glich zwischenzeitlich aus, die trotz Verstärkung durch vier NHL-Profis die zweite Niederlage nach dem 5:6 gegen Schweden kassierten.
In der Zwischenrunde stehen in Halifax bisher Titelverteidiger Kanada und die USA. In Québec sind neben der Schweiz schon Russland, Tschechien und Dänemark qualifiziert.
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