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26.09.2016 - 17:42
Eine Flüchtlingsgruppe am Brenner im Herbst 2015
Foto: APA/Expa/Johann Groder

Warnung aus Rom: "Brenner wird neues Lampedusa"

20.02.2016, 13:30

Scharfe Kritik an Österreichs Plänen zur Einführung von Grenzkontrollen kommt am Samstag aus Rom: "Sollte es wirklich zu einer sogenannten Brenner- Mauer kommen, würde Italien zu einer Sackgasse im Herzen Europas werden. Es besteht die konkrete Gefahr, dass unsere Nordgrenze zu einem Lampedusa des Nordens wird", warnte der für Migrationsfragen zuständige Staatssekretär Domenico Manzione.

Als "verheerenden Beschluss" bezeichnete Manzione Österreichs Grenzmanagement- Pläne. "Es besteht die konkrete Gefahr, dass die sogenannte Balkan- Route zu einer komplett italienischen Adria- Route wird", so der Staatssekretär in einem Interview mit der neapolitanischen Tageszeitung "Il Mattino".

Italien "im perfekten Einklang mit EU- Beschlüssen"

Manzione wies den Vorwurf zurück, Italien sei mit der Einrichtung der Hotspots für die Identifizierung der Flüchtlinge in Verzug. "In Italien sind vier Hotspots geplant und wir schreiten im perfekten Einklang mit den EU- Beschlüssen voran. Bald werden wir auch in (der apulischen Hafenstadt) Taranto einen Hotspot öffnen. Ich hoffe, dass wir wegen der Krise an der österreichischen Grenze nicht bald zur Eröffnung eines weiteren Hotspots gezwungen sind", so Manzione.

Auch den Vorwurf, dass Italien die eintreffenden Migranten nicht kontrolliere, wies der Staatssekretär zurück: "Mehr als 80 Prozent der Migranten werden kontrolliert. Italien hält sich an die EU- Standards, während egoistische und nationalistische Haltungen anderer EU- Länder die Zukunft der EU bedrohen", so Manzione.

Dublin aufheben, Schengen behalten

Statt den Schengen- Vertrag außer Kraft zu setzen, sollte das Dubliner Abkommen aufgehoben werden. "Die Kosten, die durch die Aufhebung des Schengen- Vertrags entstehen, wären wesentlich höher als jene, die wir wegen des Flüchtlingsnotstands erdulden mussten", sagte Manzione.

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20.02.2016, 13:30
red/AG
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