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04.12.2016 - 18:16
Foto: Vier Pfoten/Elisabeth Blum (Symbolbild)

So verhalten Sie sich in der Hundezone richtig

09.05.2014, 08:06
Meistens ist es nur ein unscheinbarer, eingezäunter Grünbereich mitten in der Stadt, doch im Idealfall ist eine Hundezone eine Wohlfühloase für unsere Vierbeiner, in der sie ausgelassen mit Artgenossen spielen können. Immer wieder jedoch kommt es in Hundezonen zu unschönen Szenen: Hunde werden gemobbt, verhalten sich aggressiv, Hundebesitzer nehmen zu wenig Rücksicht auf fremde Vierbeiner, es kommt zum Streit mit anderen Besitzern und Ähnliches. Dabei lassen sich mit ein paar Faustregeln viele Konflikte vermeiden.

Generell ist es wichtig, dass Hundehalter die Körpersprache der Hunde und vor allem ihres eigenen Hundes lesen und interpretieren können. So ist zum Beispiel gar nicht jeder Hund für die Hundezone geeignet. Für manche Tiere bedeutet sie schlicht Stress und Überforderung. "Auch wenn Herrchen oder Frauchen es gerne hätten, dass ihr Vierbeiner mit anderen Hunden spielt: In diesem Fall ist es eindeutig besser, sie vermeiden Hundezonen", sagt Indra Kley von den "Vier Pfoten".

Vor dem Betreten absprechen

Vor Betreten der Hundeauslaufzonen empfiehlt es sich, anwesende Hundebesitzer zu fragen, ob eventuell Hunde, die sich nicht mit anderen Artgenossen verstehen, anwesend sind. Sollte dies der Fall sein, sprechen sich vernünftige Besitzer in der Regel ab: Neuankömmlinge warten, bis der betreffende Hund mit Leine oder Maulkorb gesichert ist oder die Hundeauslaufzone verlassen hat.

Mit unverträglichen Hunden ausweichen

"Grundsätzlich sollten Besitzer mit Hunden, die sich ganz und gar nicht mit anderen Artgenossen verstehen, einen großen Bogen um Hundezonen machen und ihren Lieblingen an jenen Orten oder zu Zeiten Auslauf bieten, wo nicht viel los beziehungsweise in denen es ruhiger ist. So lassen sich Konflikte und unnötiger Stress für Hund und Herrl von vornherein vermeiden", empfiehlt Indra Kley.

Jederzeit auf den Vierbeiner achten

Ein weiterer wichtiger Tipp: Die Verantwortung für den Hund sollte man nicht mit Betreten einer Hundezone abgeben. Indra Kley: "Wir beobachten oft, dass die Tiere sich selbst überlassen werden, während Besitzer mit anderen Dingen, etwa ihrem Handy, beschäftigt sind. Die Hunde spüren das sofort und werden oft ganz überdreht." In solchen Momenten kann es dann zu unangenehmen Verhaltensweisen wie Mobbing oder Aufreiten kommen.

Spielzeug und Futter sind oft problematisch

Auch wenn es gut gemeint ist: Spielzeug wie Bälle in Hundezonen mitzunehmen ist leider oft problematisch, da daraus Konflikte mit den Artgenossen entstehen können. Und auch mit mitgebrachten Leckerlis sollte man vorsichtig sein, weil fremde Hunde Futteraggressionen haben könnten. "Wir raten, den eigenen Hund nur dann mit Leckerlis zu belohnen, wenn kein anderen Hund in unmittelbarer Nähe ist", sagt Kley. Fremde Hunde zu füttern ist ohnehin nicht ratsam.

Bei Bedarf den Hund zu sich rufen

Die Expertin empfiehlt Hundebesitzern, in Hundezonen mit ihrem Tier in Bewegung zu bleiben und die Kommunikation mit dem eigenen Hund nicht abreißen zu lassen. Das ist deshalb so wichtig, weil man immer damit rechnen muss, ihn nötigenfalls zurückzurufen. Das sollte man unbedingt in folgenden Fällen tun:

  • Wenn das Spiel mit den Artgenossen zu wild wird oder gar in Hetzen ausartet.
  • Wenn neue Hunde den Auslauf betreten.
  • Wenn ein anderer Hund offensichtlich unsicher oder ängstlich ist.
  • Wenn zu viele Hunde einem Hund hinterherjagen und daher akute Mobbinggefahr besteht.

"Man erkennt sehr gut, wann ein Spiel unter Hunden entspannt ist, da es einen ständigen Wechsel von Jäger und Gejagtem gibt", erklärt Kley.

Begegnung mit Radfahrer, Jogger & Co.

Eine gegenseitige Rücksichtnahme ist auch dann wichtig, wenn Radfahrer, Jogger oder Inlineskater auf Hunde und ihre Besitzer treffen. "Wir appellieren daher an Menschen ohne Hunde, die Hundezonen nicht unnötigerweise zu betreten, etwa um eine Route abzukürzen. Vor allem rasche Bewegungen, Fahrräder, aber auch Bälle in unmittelbarer Nähe können Hunde erschrecken oder stressen", betont Kley.

Rücksichtnahme ist gefordert

Ebenso ist von den Hundebesitzern Rücksichtnahme gefordert: "Sie müssen dafür sorgen, dass ihre Tiere immer ausreichend gesichert sind, sodass sie niemanden gefährden. Und es muss selbstverständlich sein, dass Hundebesitzer den Kot ihrer Lieblinge sofort entfernen."

09.05.2014, 08:06
red
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