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03.12.2016 - 22:54
Das Gebäude dürfen die Renners mittlerweile nicht mehr betreten - sie füttern die Katzen draußen.
Foto: Privat

Ehepaar mit 24 Nachbarskatzen alleine gelassen

17.09.2014, 12:40
Das Ehepaar Renner aus Staasdorf in Niederösterreich ist enttäuscht und wütend. Am Grundstück des Nachbarn blieben nach dessen Einzug in ein Heim 24 halb verwilderte Katzen zurück, um die sich einfach niemand kümmern wollte. Grete Renner füttert die Vierbeiner seit Monaten jeden Tag und fühlt sich mit der Versorgung von der Gemeinde alleine gelassen. Gesucht werden jetzt Besitzer von Höfen, Gestüten und Grundstücken, die ein paar der bereits kastrierten Katzen aufnehmen würden.

"Als unser Nachbar letzten Herbst plötzlich ins Spital musste, haben wir nicht lange überlegt und die Katzen halt gefüttert", erinnert sich Fritz Renner. "Wir dachten ja, dass er bald wiederkommt." Doch der Katzenhalter übersiedelte in ein Heim, seine Verwandtschaft fühlt sich für die erst 26, nun 24 im Stadel lebenden Katzen nicht verantwortlich.

Ehepaar ließ alle Tiere kastrieren

"Mittlerweile sind Monate ins Land gegangen. Wir füttern neben unseren eigenen Tieren nach wie vor jeden Tag die Nachbarskatzen. Das alles nimmt nicht nur Zeit und Geld in Anspruch, es bestimmt auch unseren Tagesablauf", so Grete Renner. Das Ehepaar hatte sogar dafür gesorgt, dass alle Vierbeiner von nebenan durch die Tullner Pfotenhilfe  endlich kastriert wurden, damit es nicht noch mehr Nachwuchs gibt. "Das haben wir auch finanziell unterstützt."

Landesregierung will nicht helfen

Um den Lebensabend wieder sorgloser und ohne tägliche Fütterungstermine gestalten zu können, wandte sich das Ehepaar Renner hilfesuchend an die Abteilung Tierschutz des Amtes der niederösterreichischen Landesregierung. "Es gab allerdings weder einen Lokalaugenschein noch ein Hilfsangebot", so Fritz Renner enttäuscht. "Stattdessen wurden wir beschuldigt, dass wir mit dem Füttern weitere Tiere angelockt hätten."

Zuhause für die Staasdorfer Katzen gesucht

Grete Renner: "Der Amtstierarzt hat uns geraten, einfach nicht mehr zu füttern, dann würden sich die Katzen 'verrennen' - aber das sind ja keine Streuner, sondern dort geborene Katzen. Und sie sind ja nicht dumm und kommen dann alle in unseren Garten." Dorfbewohner schlugen gar vor, die Vierbeiner zu "beseitigen". Gesucht werden nun Besitzer von Grundstücken, Bauernhöfen, Pferdeställen und Ähnlichem, die bereit wären, eine oder mehrere der Staasdorfer Katzen bei sich aufzunehmen.

Tiere sind sonst vermutlich bald obdachlos

"Sie sind alle bereits kastriert und werden nach einer gewissen Zeit auch zutraulich", erzählt Grete Renner. "Wir wollen nicht nur, sondern wir müssen gute Plätze für die Vierbeiner finden." Nicht wegen der eingeschränkten Lebenssituation des pensionierten Ehepaares, sondern auch weil die Unterkunft der Katzen - ein alter, baufälliger Stadel - beim Verkauf des Hauses abgerissen werden wird.

Sie möchte eine oder mehrere der Staasdorfer Katzen adoptieren? Bitte wenden Sie sich per Mail an tierecke@kronenzeitung.at !

17.09.2014, 12:40
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