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23.08.2017 - 06:15
Flüchtlinge in Salzburg - Stadt und Land leisten großartige Arbeit.
Foto: Markus Tschepp

Wohnbauförderung für Obdachlosen- Quartier

14.01.2016, 09:54

Was ist bloß aus dieser Stadt geworden? Das fragen sich viele Salzburger. Nach den Hunderten Bettlern und den vielen Problemen mit den Flüchtlingen gibt es den nächsten Aufreger: Caritas und Studentenwerk planen an der Hübnergasse im Stadtteil Riedenburg ein Holzhaus mit 50 Wohneinheiten für Obdachlose in einem Obstgarten.

Anrainer wie Daniela S., deren Familie seit 40 Jahren in einem angrenzenden Haus wohnt, sind fassungslos wegen der drohenden Konflikte: "Ich bin sauer, es scheint, dass unsere Politiker an alle anderen denken, nur nicht an die Bürger." Die machen mit dem vom Lohn zwangsweise abgezogenen Wohnbauförderungsbeitrag das Haus für Obdachlose erst möglich: 0,5 % vom Gehalt gehen in den Wohnbauförderungs- Topf. Bei einem Durchschnittsverdienst von 1500 Euro macht das für jeden der 245.000 unselbstständig erwerbstätigen Salzburger je 11,34 Euro monatlich, in Summe: 2,77 Millionen €.

"Eigentlich nicht unsere Aufgabe"

500 Wohneinheiten für "vorübergehend Obdachlose" will Landesrat Mayr aus den eigentlich für andere Zwecke gedachten Förderungs- Mitteln aufstellen, das Riedenburger Haus, so Georg Leitinger vom Salzburger Studentenwerk "wäre das erste davon". Obwohl er einräumen muss: "Das ist eigentlich nicht unsere Aufgabe, aber ich trage die Idee eines Sozial- Projektes für Salzburger schon lange mit mir herum." Je 100.000 € wollen auch Rotary und Lions spenden. Doch die Anrainer sind vorgewarnt: "Stets heißt es, dass es andere Nachnutzungen geben kann. Wie bei der Kaserne nebenan, kann uns keiner garantieren, dass nicht auch hier Flüchtlinge untergebracht werden."

14 Tage haben die Anrainer nach Vorliegen der Pläne Zeit, Einspruch zu erheben. Daniela S.: "Das werd’ ich mir wohl schenken, weil die Stadt sowieso über alle Bürger drüberfährt und noch jedes Bauvorhaben durchgewunken hat." Man müsste auch nicht auf der grünen Wiese bauen, direkt nebenan wäre mit dem schon lange leer stehenden "Cafe Sissy"- Haus ohnehin ein Quartier. Und am Haus dort prangt groß die Schrift: "Hier wird spekuliert..."

14.01.2016, 09:54
Wolfgang Weber, Kronen Zeitung/red
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