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19.09.2017 - 19:35
Foto: dpa/A3576 Maurizio Gambarini

Verdächtige sind frei, die wahren Täter sind flüchtig

07.02.2010, 08:00
Jenes junge Paar, das die Polizei nach dem Blitzeinbruch beim Juwelier Karner in Salzburg festnahm, ist unschuldig. Das ergaben die Bilder aus der Überwachungskamera. Bei den wahren Tätern dürfte sich um zwei Männer handeln. Weil die Alarmsirene sofort aufheulte, flüchteten sie rasch ohne Beute – die Jagd geht weiter.

Die Unbekannten hatten am Freitag gegen 20.30 Uhr einen Holz- Rammbock vor die Eingangstür gestellt. Mit einem in der Nacht zuvor in Wien gestohlenen Chrysler Voyager fuhren sie anschließend rückwärts dagegen. Das Glas der Tür zersplitterte, die Alarmsirene ging sofort los. „Das dürfte ihnen zu laut gewesen sein. Außerdem waren um diese Zeit noch viele Menschen unterwegs. Deswegen flüchteten sie ohne Beute“, erklärt Ermittler  Christian Voggenberger.

Augenzeuge „erkannte“ Verdächtigen

Den Fluchtwagen fand die Polizei wenig später in der Augustinergasse. Außerdem nahm sie ein verdächtiges Paar, eine Frau (19) aus Salzburg und einen Mann (21) aus Wien fest. Ein Zeuge „erkannte“ den Täter angeblich bei der Gegenüberstellung.

Verdächtige beteuerten Unschuld

Im Verhör betonte das Pärchen immer wieder: „Wir haben nichts mit der Sache zu tun.“ Wie sich herausstellte, sagten sie die Wahrheit. Sie wurden freigelassen.

Überwachungskamera brachte Klarheit

„Die Bilder aus der Überwachungskamera zeigen, dass die Täter anders aussehen“, so Voggenberger. Nun geht die Suche nach den Einbrechern weiter. Es dürfte sich um zwei Männer handeln, die den Coup schon länger geplant haben. Der Holz- Rammbock stand nämlich einige Tage im Gastgarten des Hotels „Blaue Gans“. Von dort wurde er auf die Straße gestellt, in der Hoffnung, dass ihn die Müllabfuhr mitnimmt.

von M. Kappes, Kronen Zeitung

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